Niederweningen

Neuer Busbahnhof für 5,3 Millionen Franken

Angrenzend ans Bahnhofgebäude (l., mit Migrolino) wird der neue Busbahnhof entstehen. (Archiv)

Angrenzend ans Bahnhofgebäude (l., mit Migrolino) wird der neue Busbahnhof entstehen. (Archiv)

Die Bauarbeiten für den neuen Busbahnhof in Niederweningen beginnen im November. Auch die angrenzende Wehntalerstrasse wird saniert.

Der Bahnhof Niederweningen stellt eine wichtige Verkehrsachse zwischen den Kantonen Zürich und Aargau dar. Hunderte von Aargauer Pendlern, die in Richtung Hauptbahnhof Zürich unterwegs sind, steigen dort täglich um. Vor drei Jahren wurden bereits die Perrons verlängert, der Bahnhof wurde automatisiert. Nun entsteht im Zuge des Projekts «Busbahnhof Niederweningen» ein neuer Busbahnhof mit drei Bushaltestellen, wie die «Botschaft» in ihrer neusten Ausgabe berichtet. Im November beginnen die Bauarbeiten. Kostenpunkt: 5,3 Millionen Franken.

Über das Projekt hat der Niederweninger Gemeinderat bereits im Frühling 2014 informiert. Dass der Startschuss erst im November erfolgt, hat mit dem zweiten Bestandteil des Projekts zu tun. Neben dem Neubau soll die direkt an den Bahnhof angrenzende Wehntalerstrasse saniert werden. Dies hatte zu Differenzen zwischen den Kantonen Aargau und Zürich geführt, was die Kostenbeteiligung am Gesamtprojekt anbelangte: Ein Teil der Wehntalerstrasse liegt auf Aargauer Grund, während die Bushaltestelle, der Bahnhof und der grösste Teil der Wehntalerstrasse zum Kanton Zürich gehören. Erst im Juni 2016 kam wieder Schwung in die Sache, als die Niederweninger Stimmbevölkerung das Gesamtprojekt an der Gemeindeversammlung genehmigte.

Vor rund einem Monat setzte der Zürcher Regierungsrat schliesslich die beiden Bestandteile «Busbahnhof» und «Erneuerung der Wehntalerstrasse» fest und bewilligte die Kosten für das Projekt.

Bahnhofsvorplatz wird umgestaltet

Vergangene Woche hat nun das Tiefbauamt der Baudirektion des Kantons Zürich die Niederweninger Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung über die Baumassnahmen aufgeklärt. Am einschneidendsten dürfte die Veränderung beim heutigen Bahnhofsvorplatz sein. Gegenwärtig befinden sich auf dem Vorplatz, der an die Wehntalerstrasse grenzt, eine Bushaltestelle mit Wendeschleife, Kurzzeitparkplätze und ein Velounterstand. Neu wird ein hindernisfreier Busbahnhof mit drei Bushaltestellen entstehen. Der gesamte Vorplatz soll umgestaltet und der gedeckte Wartebereich um ein weiteres Dach ergänzt werden.
Auch die Wehntalerstrasse wird Veränderungen erfahren. Geplant ist der Neubau eines Rad- und Gehwegs im Bahnhofbereich, ein Fussgängerübergang inklusive Mittelinsel sowie eine hindernisfreie Zugangsrampe zur Personenunterführung Binzacher. Zudem wird die Strassenentwässerung ersetzt und die Beleuchtung angepasst und erneuert. Durch diese Massnahmen werde die Verkehrssicherheit erhöht und der Strassenbereich aufgewertet, wie Vertreter des Tiefbauamtes der Zürcher Baudirektion an der Informationsveranstaltung sagten.

Der Aargau zahlt 400'000 Franken

Die Gesamtkosten werden zum grössten Teil vom Kanton Zürich getragen. Rund 400'000 Franken übernimmt der Kanton Aargau für die Sanierung des Strassenabschnitts auf Aargauer Boden. Die Gemeinde Niederweningen hat zirka 1,34 Millionen Franken beizutragen.
Das Tiefbauamt will im kommenden November mit den Bauarbeiten loslegen. Diese werden in fünf Phasen gegliedert und sollen voraussichtlich bis Mai 2020 andauern. Während dieser Zeit wird der Verkehr beeinträchtigt sein. Für die bevorstehende erste Phase bedeutet dies, dass die Wehntalerstrasse nur in Richtung Aargau befahrbar sein wird. Autofahrer, die in Richtung Zürich unterwegs sind, werden umgeleitet.

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