Leuggern

Regionalspital Leuggern nabelt sich vom Kanton ab

Bei der Finanzierung der restlichen Bauschuld geht das Asana-Spital Leuggern eigene Wege.

Bei der Finanzierung der restlichen Bauschuld geht das Asana-Spital Leuggern eigene Wege.

Der Spitalverein setzt bei der Ablösung der Restbauschuld des Spitals gegenüber dem Kanton auf eine eigenständige Lösung. Eine ausserordentliche GV befasst sich mit einer Erhöhung der Grundpfandbelastung.

Das Gesundheitswesen befindet sich im Umbruch. Die Einführung von Fallpauschalen ist dabei nur ein Thema. Eine weitere Baustelle ist die Finanzierung der Spitäler. Gemäss der neuen Spitalfinanzierung haben die Spitäler dabei auch Restschulden zu übernehmen, die gegenüber dem Kanton durch Neu- oder Ausbauten im Laufe der letzten 25 Jahre entstanden sind.

Davon betroffen ist auch das Regionalspital Leuggern, das Ende der Neunzigerjahre mit einem Aufwand von rund 40 Millionen Franken umfassend erneuert worden ist.

Schuld von 15,1 Millionen Franken

«Gegenüber dem Kanton besteht noch eine restliche Bauschuld von 15,1 Millionen Franken», sagt Alfred Zimmermann, Direktor der Spitals Leuggern und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Asana-Gruppe, auf Anfrage der az Aargauer Zeitung. «Der Spitalverein Leuggern muss als Eigentümer der Liegenschaften des Spitals jemanden suchen, der ihm diese 15 Millionen Franken gibt. Es bestand zwar das Angebot des Kantons, die Restschuld stehen zu lassen – zu einem Zinssatz von insgesamt 2,5 Prozent.

Wir haben aber nach einer günstigeren Variante gesucht und sie auch gefunden – und zwar in der Form eines Bankdarlehens über 10 Millionen Franken. 5 Millionen Franken zahlt das Spital Leuggern dem Kanton aus eigenen Mitteln zurück. Für die Verzinsung des Darlehens kann gemäss den neuen Bestimmungen der Spitalfinanzierung auf den Investitionszuschlag auf den Fallpauschalen zurückgegriffen werden. Die Aufnahme des Bankdarlehens von 10 Millionen Franken erfordert die Errichtung eines entsprechenden Schuldbriefes.»

GV muss entscheiden

Weil angesichts der «ungewissen Situation bei der Spitalfinanzierung», so Alfred Zimmermann, nicht bis zur ordentlichen Generalversammlung des Spitalvereins Leuggern im Juni zugewartet werden konnte, wird morgen Donnerstag eine ausserordentliche Generalversammlung über die Erhöhung der Grundpfandbelastung der Spitalliegenschaft und der Liegenschaft Kommendeweg auf 10 Millionen Franken zu befinden haben.

In der Liegenschaft Kommendeweg 3 – der ehemaligen Brauerei – befindet sich die Kinderarztpraxis, die bis September letzten Jahres als selbstständiger Nebenbetrieb des Spitals Leuggern geführt wurde und die seither von den Fachärzten Thomas Justen und Armin Bühler in Eigenregie betrieben wird.

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