Endingen

Schon wieder: Für den Badi-Kiosk wird ein Betreiber gesucht

Wer in die Badi geht, kauft meistens auch etwas am Kiosk – wenn ihn denn jemand betreibt.

Wer in die Badi geht, kauft meistens auch etwas am Kiosk – wenn ihn denn jemand betreibt.

Zum vierten Mal seit 2016 ist Endingen auf der Suche nach einem neuen Pächter für den Kiosk im Schwimmbad.

Die winterlichen Temperaturen lassen kaum Sommergefühle aufkommen. Dennoch müssen sich die Endinger mit einem sommerlichen Thema befassen: mit der Badi, oder genauer mit dem Kiosk. Die Gemeinde sucht einen neuen Pächter, wie dem aktuellen Mitteilungsblatt «Surbtaler» zu entnehmen ist. «Wir sind offen für verschiedene Führungsmöglichkeiten (z.B. eine Firma, ein Verein oder wiederum eine Interessengemeinschaft», heisst es in der Anzeige.

Zwischenzeitlich sprang sogar eine Interessensgemeinschaft ein

Seit 2016 ist es bereits das vierte Mal, dass die Gemeinde einen neuen Pächter suchen muss. Damals sprang eine Interessengemeinschaft in die Bresche: Als die Gemeinde keinen Pächter für den Betrieb des Kiosk finden konnte, ergriff der damalige Neuzuzüger  Raphael Röthlin die Initiative und gründete die IG Badi-Kiosk Endingen, die den Betrieb für die beiden Saisons 2016 und 2017 übernahm.

Im Februar 2018 teilte die Gemeinde mit, die IG könne den Betrieb aus personellen Gründen nicht mehr weiterführen. Es übernahmen Werner und Sabine Frey aus Bad Zurzach. «Sie machten einen sehr guten Job», sagt der zuständige Gemeinderat Gerhard Schneider rückblickend. Die Freys wechselten aber bereits nach einem Jahr in die Minigolfanlage nach Bad Zurzach.

Zu dieser Zeitung sagten sie vergangenen Frühling, dass die viermonatigen Öffnungszeiten der Badi ihnen finanziell nicht über die Runden gereicht habe. Für die Saison 2019 suchte die Gemeinde also erneut einen Betreiber für den Kiosk.

In der vergangenen Saison waren Pächter Martin Widmer und Maly Eckhardt mit Koch Thangarajah Velluppilai für das kulinarische Wohl der Badegäste verantwortlich. Der Pachtvertrag wird jeweils für ein Jahr abgeschlossen. Dass Endingen schon wieder einen Kiosk-Betreiber suchen muss, sei bedauerlich und eine unglückliche Fügung.

Er stellt aber klar: «Es liegt nicht am Kiosk, sondern hat jeweils mit den persönlichen Umständen der Betreiber zu tun.» Schneider ist überzeugt: «Den Kiosk zu führen, ist eine attraktive Aufgabe, die Atmosphäre in der Familienbadi ist gut und die Beziehung zwischen Badmeister und Pächter funktionierte bis jetzt immer einwandfrei.»

Schneider räumt aber auch ein, dass es kaum möglich sei, einen Jahreslohn zu erwirtschaften in den vier Monaten, in denen die Badi geöffnet habe. «Den Kiosk zu betreiben ist ideal als Übergangslösung oder wenn man pensioniert ist.»

Badi würde auch ohne einen Kiosk-Pächter eröffnen

Schneider ist überzeugt, dass die Gemeinde bis zum Saisonstart, traditionellerweise am Muttertag, einen neuen Pächter findet. «Wir sind früh dran, die Suche hat mit der Anzeige im ‹Surbtaler› erst begonnen. Bald schreiben wir die Stelle noch offiziell aus.»

Gesucht werde jemand, der offen sei und Freude am Kontakt mit Menschen habe, seine Gäste gerne kulinarisch verwöhne und wenn möglich über ein Wirtepatent verfüge. Und falls die Gemeinde im schlimmsten Fall niemanden findet? Schneider versichert: «Die Badi öffnet so oder so.»

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