Die Zurzibieter Beteiligung an der Badenfahrt hat sich gelohnt. Zu diesem Schluss gelangt der Gemeindeverband Zurzibiet Regio. «Die Gespräche im Zurzibiet und darüber hinaus bringen immer mehr zum Ausdruck, dass das ‹Baumhuus› auf dem Badener Schlossbergplatz zu den Höhepunkten des Jahres 2017 zählt», steht in einer Medienmitteilung.

Unter Berücksichtigung der Beiträge aller Beteiligten ist der Auftritt finanziell zur schwarzen Null geworden. Um dies zu erreichen, muss allerdings die von den Gemeinden gewährleistete Defizitgarantie eingefordert werden. Sie entspricht drei Franken pro Einwohner – oder eben 100'000 Franken insgesamt.

Die Zurzibieter Wirtschaft steuerte 190'000 Franken Bargeld zum Gelingen des Badenfahrt-Projekts bei. Hinzu kam ein Betrag von 68'000 Franken an Leistungen, die nicht verrechnet wurden. Rund 1000 Helfer leisteten Dienst in der Festbeiz. Sie wurden mit Gutscheinen, Poloshirts und weiteren Werten entschädigt im Umfang von rund 30'000 Franken.

Verkauf nach wie vor möglich

Die Festwirtschaft konnte ihren Reinerlös von 97'000 Franken einschiessen. «Dieser wäre um einiges höher ausgefallen», teilt der Gemeindeverband mit, doch man bezog bewusst die Einkäufe aus dem Zurzibiet und habe bei der Preisliste für die Gäste absichtlich im tieferen Segment Stellung bezogen.

«Es musste viel Geld investiert werden in diese sichtbare Präsenz», fasst Zurzibiet Regio zusammen. Ein erlesenes Architekturkonzept in Anlehnung an das Guggenheim-Museum in New York als Hommage auf eine ausgewanderte Zurzibieter Familie bildete die Kernidee. Der Bau erforderte einen grossen Aufwand bei der Erstellung, insbesondere in den Bereichen Statik, Sicherheit und Brandschutz.

Werthaltige Materialien kamen zum Einsatz, basierend auf dem Grundstoff «Schweizer Holz». Die Dekoration war erlesen, das Ambiente anspruchsvoll und gemütlich. Die Konstruktion mit seinen drei Stockwerken und der Positionierung an allerbester Lage direkt beim Stadttor erforderte Professionalität und höchste Qualitätsstandards. «Dafür musste ein beträchtlicher finanzieller Aufwand geleistet werden», so der Gemeindeverband.

Möglich ist indes, dass der Betrag aus der Defizitgarantie noch verringert werden kann. Falls das OK der Badenfahrt einen grossen Gewinn erzielt, wird üblicherweise ein Teil der Teilnahme-Gebühr an die Festbeizen-Betreiber zurückerstattet. Ebenfalls möglich ist ein Verkauf der Festbeiz «Baumhuus». Auch dieser Betrag würde an die Gemeinden zurückfliessen.