Schneisingen

Sie fuhren mit Abstand am besten: Das «Alpenrose Radquer» war ein Erfolg für grosse und kleine Sportler

Auch die Jüngsten legten sich mächtig ins Zeug: Hier sieben- und achtjährigen Knirpse nach dem Start.

Auch die Jüngsten legten sich mächtig ins Zeug: Hier sieben- und achtjährigen Knirpse nach dem Start.

Trotz Corona schwangen sich über 200 Sportlerinnen und Sportler am «Alpenrose Radquer» in Schneisingen in den Sattel. Einer wurde schmerzlich vermisst.

Mit 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter 80 Kindern, wurde das in Schneisingen erstmals ausgetragene «Alpenrose Radquer» zu einem Grosserfolg. Das Seinige trug auch das schöne Herbstwetter bei. Mit Timon Rüegg (Oberweningen), Loris Rouiller (Belmont sur Lausanne) und Gilles Mottiez (Martigny) gab es im Hauptrennen zudem ein Siegerpodest, das manchem grösseren Rennen gut angestanden wäre.

Der grosse Abwesende war Silvan Dillier. Der Lokalmatador konnte nach seinem am Mittwoch beim letzten Strassenrennen in Belgien zugezogenen Schlüsselbeinbruch Forfait geben. Zumindest auf der Rennstrecke. Dort fehlt der 30-Jährige zwar. Unter den Zuschauern war er jedoch mit seiner Familie auszumachen.

Beim Rennen der Männer-Elite landeten mit Rüegg und Rouiller zwei Fahrer auf den ersten Plätzen, die zur Spitze der Schweizer Querfahrer gehören. Rouiller war im Januar in Baden Zweiter der U23-Schweizer-­Meisterschaft geworden. Von den Spitzenfahrern Kevin Kuhn war der Einzige der Schweizer, der in Schneisingen fehlte.

Timon Rüegg, der am Sonntag mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute gewann, war 2019 nicht nur Elite-Schweizer-Meister, sondern wirkte auch mit, als rund ums Schneisinger Schützenhaus eine Querstrecke gesucht wurde. «Tatsächlich habe ich im Sommer mit dem OK-Präsidenten Karl Dillier das Gelände ausgekundschaftet und mit ihm nach einem idealen Rundkurs Ausschau gehalten.» Gewonnen habe er deswegen allerdings nicht. «Die Strecke war von der Beschaffenheit her am Sonntag anspruchsvoller als im Sommer», so Rüegg.

Das Siegerpodium des Eliterennens: Sieger Timon Rüegg (Mitte), der Zweite Loris Rouiller (links) und der Dritte Gilles Mottiez.

Das Siegerpodium des Eliterennens: Sieger Timon Rüegg (Mitte), der Zweite Loris Rouiller (links) und der Dritte Gilles Mottiez.

Kräftiger Regen am Freitag hatte nicht nur der für den Streckenaufbau im Einsatz stehenden Helferschar zugesetzt, sondern den 2,4 km langen Rundkurs an einigen Orten nass und morastig werden lassen. Schönes Herbstwetter und leichter Wind am Samstag und am Sonntag führten dazu, dass die Strecke rasch abtrocknete und gut befahrbar war. «Kräfteraubend war der Rundkurs gleichwohl», gab am Ende der etwas mehr als einstündigen Fahrt gleichwohl auch Sieger Rüegg zu.

350 Franken für die Elite-Sieger

Mit insgesamt elf Rennen herrschte am «Alperose-Quer» den ganzen Tag über Rennbetrieb. Das Programm sah ein «Jedermann-Cross» ebenso vor wie Prüfungen für die Frauen Elite und den Nachwuchs. Das Rennen der Junioren, Amateure und Masters wies mit 59 Fahrern das grösste Teilnehmerfeld auf. Mit Dario Lillo gewann auch hier der Favorit. Der junge Mann aus Eschenbach SG hatte im Februar in Dübendorf an der Querfeldein-Weltmeisterschaft bei den Junioren den vierten Rang herausgefahren.

Auch die Jüngsten kamen nicht zu kurz. Genau 80 Kinder, vom zweijährigen Knirps auf dem Tretvelo bis zum 13-jährigen Jugendlichen, nahmen in ihren Alterskategorien verschieden lange Strecken unter die Räder.

Gönner und Sponsoren hatten es möglich gemacht, dass trotz Corona alle Jugendlichen einen Preis erhielten. Preise gab es auch für die Lizenzfahrer: Sie zogen Geld im Couvert einem Bidon oder einem Velo-Trikot, vor. Allerdings: Querfahrer sind keine Spitzenverdiener, dafür herrscht Gleichberechtigung. In Schneisingen bekamen die Elite-Sieger sowohl bei den Männern wie bei den Frauen gleich viel Preisgeld, nämlich je 350 Franken.

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