Zurzibiet

Siedlungsentwicklung: Landeigentümer haben konkrete Absichten

Wo kann und soll das Zurzibiet künftig wachsen? Im Bild: Kleindöttingen (links der Aare) und Döttingen. Flugaufnahme: Gerry Thönen

Wo kann und soll das Zurzibiet künftig wachsen? Im Bild: Kleindöttingen (links der Aare) und Döttingen. Flugaufnahme: Gerry Thönen

Damit im Zurzibiet die Bauzonenreserven effizient genutzt werden können, sind die Gemeinden nun gefordert.

«Jetzt gehen wir in die Umsetzung». Mit diesen Worten fasste Reto S. Fuchs, Gemeindeammann von Bad Zurzach und Präsident der Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung von Zurzibiet Regio, den Stand des Projektes am Anlass Siedlungsentwicklung zusammen. Im Rahmen der Ausführungen legten Fuchs und Raumplanerin Dunja Kovari im Weinbaumuseum in Tegerfelden vor rund 50 Gemeindevertretern der ganzen Region statistische Basisdaten und Ideen für das weitere Vorgehen dar. Ziel ist die Verflüssigung des Baulandes im ganzen Zurzibiet. Auch Massnahmen der Kommunikation wurden diskutiert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Im Rahmen einer Befragung im Sommer letzten Jahres waren aus den Gemeinden Informationen zusammengetragen worden. Gestartet worden war die Umfrage im Anschluss an den Gemeindeanlass von Zurzibiet Regio im Mai 2017, wo das Projekt der Befragung vorgestellt worden war. Zu eruieren versucht wurde insbesondere die Entwicklungsabsicht des Eigentümers.

179 Hektaren Reserven

Das Resultat: Es gibt im Zurzibiet Bauzonenreserven im Ausmass von 767 Parzellen, die einer Fläche von 179,4 Hektaren entsprechen. Für rund 30 Prozent der Parzellen und 28,2 Prozent der Flächen bestehen konkrete Entwicklungsabsichten der Eigentümer. In allen anderen Fällen müssen jedoch weitere Abklärungen vorgenommen werden. «Das ist ein grosses Potenzial», betonte Dunja Kovari.

Ein Monitoring-Prozess ist geplant, damit die Datenlage periodisch angepasst werden kann. Damit hat die Region ein Entwicklungsinstrument in der Hand. «Die Daten sind nützlich und helfen uns weiter bei der Gestaltung konkreter Handlungsempfehlungen», fasst Dunja Kovari das Resultat der eingegangenen Unterlagen zusammen. Den Gemeinden wird empfohlen, nun die Umsetzung anzugehen.

Dieses sind die Handlungsempfehlungen: Durchführung von Eigentümeranlässen zur Stärkung der Kontakte, Durchführung von Informationsveranstaltungen zur Sensibilisierung der Eigentümer für eine aktive Entwicklungsplanung, Aufzeigen von Instrumenten für eine partnerschaftliche Entwicklung, Bereinigung der Bauzonenreserven im Rahmen der Nutzungsplanung und die Unterstützung von Eigentümern. Ergänzend präsentierte Bruno Hofer, Geschäftsleiter von Zurzibiet Regio, Ideen für die Kommunikation, um Angebote und Projekte den Zielgruppen verfügbar zu machen.

Areale für Start-up-Firmen suchen

Der Befragung im Sommer 2017 vorausgegangen war die Herausgabe einer Potenzialkarte für das ganze Zurzibiet. Dieses Dokument basiert auf Gemeindeporträts und zeigt generelle Entwicklungspotenziale auf. In diesem Rahmen fanden zahlreiche Gespräche mit den Gemeinden statt, um deren generelle Entwicklungsabsichten in Erfahrung zu bringen. Parallel dazu wurde auch analysiert, welche Industrie-Areale sich für Start-up-Firmen eignen würden, die mit den Forschungsinstituten in der Region Zurzibiet in Verbindung stehen. Dies im Rahmen eines Projektes der Neuen Regionalpolitik des Bundes.

Weitere Massnahmen zur Stärkung der Siedlungsentwicklung im Zurzibiet sind bereits in Planung. Hierzu gehören einerseits weitere Gespräche mit Gemeinden und weiteren Ansprechpartnern sowie die Durchführung von Vernetzungsanlässen und Exkursionen. An diesen soll über Vorzeigeobjekte berichtet werden. (AZ)

Meistgesehen

Artboard 1