Am Wochenende zogen die grossen Wintersportdestinationen eine vorläufige Bilanz: Sie fällt von zufrieden bis hoch erfreut aus. Das schöne Wetter, der viele Schnee und die sehr guten Pistenverhältnisse lockten die Gäste in Scharen in die Berge und dürften für Traumumsätze sorgen. Einen ähnlich guten Verlauf erhoffen sich für die bevorstehende Saison auch die Freibäder. Nimmt man den Eröffnungstag des Regibads in Bad Zurzach als Referenz, dürfen auch sie mit positiven Zahlen rechnen. Am Sonntag eröffnete die Anlage am Rhein traditionell als erstes Freibad der Schweiz seine Tore.

Die Erwartungen wurden dabei gemäss Betriebsleiterin Monika Dietsche bei weitem übertroffen. Der Auftakt bescherte dem Bad gleich einen Rekord. Knapp 400 Gäste tankten bei frühsommerlichen 17 Grad ein erstes Mal kräftig Sonne und zogen im Hauptbecken ihre Längen. Viele davon lösten gleich eine Saisonkarte. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es bei garstigem Wetter etwas über hundert Besucher. «Besser hätte es in der Tat nicht laufen können», sagt Dietsche.

Dreitägiges Fest im Juni

Darf man den Prognosen der Wetterexperten Glauben schenken, dann dürfte sich der Trend des Winters mit seinen milden Temperaturen auch im Frühling und dem Sommer fortsetzen. Für Bäderbetreiber wie Monika Dietsche sind das erfreuliche Aussichten. Im Juni und Juli sollen die Temperaturen bis zu 2 Grad über dem Durchschnitt liegen, prophezeit das Meteo-Portal «Wetter.com». Zu den Hundstagen, die 2019 in die Zeit vom 23. Juli bis 23. August fallen, ist den Wetterfröschen zufolge grosse Hitze wahrscheinlich.

Vergangene Saison verzeichnete das Regibad rund 83'000 Eintritte. Monika Dietsche ist optimistisch, dass diese Zahl heuer übertroffen werden kann. «Aber nicht nur wegen des schönen Wetters», wie sie festhält. Das Bad feiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird das Jubiläum gefeiert und soll so zusätzlich Leute ins Regibad locken. Höhepunkt ist das Badifest vom 21. bis 23. Juni. Darüber hinaus sind weitere Attraktionen wie ein Camping-Wochenende geplant. Dietsche hat mit ihrem Team ausserdem das Angebot auf dieses Jahr erweitert. Neu steht eine Grillstelle zur Verfügung. Damit will man gezielt Familien ansprechen, ohne dass aber andere Besucher zu kurz kommen. Beispielsweise mit «Fit über den Mittag», einen vergünstigten Eintritt, der sich an berufstätige Sportbegeisterte richtet. Überdies wird die Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Thermalbad ausgebaut. Je nach Bedarf sollen Badmeister untereinander ausgetauscht. Monika Dietsche sieht in diesem Modell einen grossen Vorteil. «Es soll nicht ein Gegeneinander sein, wir wollen voneinander profitieren.»

Die ehemalige Frau Vizeammann aus Rekingen ist seit fünf Jahren für das Regibad verantwortlich, das inzwischen massgeblich ihre Handschrift trägt. In ihr Engagement fliessen nicht nur betriebswirtschaftliche Überlegungen. Dietsche ist auch emotional eng mit der Anlage verbunden. Ihr Vater prägte die Geschichte der Bads massgeblich mit. Peter Merz war über 30 Jahre Chef des Freibads.