Klingnau

Treibt ein Knallteufel sein Unwesen? – «Letzte Nacht hat es schon wieder geklöpft»

In mehreren Nächten in letzter Zeit haben rätselhafte Knalle die Bevölkerung aufgeschreckt. Sie waren auch auf der anderen Seite der Aare zu hören. (Archivbild)

In mehreren Nächten in letzter Zeit haben rätselhafte Knalle die Bevölkerung aufgeschreckt. Sie waren auch auf der anderen Seite der Aare zu hören. (Archivbild)

Nach dem Knall letzte Samstagnacht melden Einwohner weitere solche Nachtuhestörungen.

«Auch letzte Nacht hat es wieder geklöpft – zwei Mal»: Das schreibt eine Klingnauerin der AZ am Donnerstag. Weitere Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Quartier rund um die Höngerstrasse bestätigen den plötzlichen Lärm.

"Der erste Knall war dumpf und wie eine Explosion", schreibt eine andere Frau. "Es war sicher kein Schuss", sagt ein Jäger. Der erste Knall war kurz nach 3 Uhr, der zweite um 3.50 Uhr zu hören. 

Bereits in der Nacht auf Sonntag waren einige Personen durch einen lauten Knall aufgeschreckt worden. Dieser war auch in Ortschaften auf der anderen Seite des Klingnauer Stausees zu hören und hinterliess bei Einwohnern eine gewisse Irritation, Ärger oder sogar etwas Angst. 

Weitere Meldungen

Im Laufe dieser Woche haben sich zudem weitere Personen gemeldet, die schon in den vergangenen zwei Wochen mehrmals spätabends einen Knall gehört haben, konkret am Dienstag, 25. Februar, zirka 22.30 Uhr, sowie am Montag, 2. März, zirka 23.30 Uhr. Die kantonale Notrufzentrale hat keine Meldung erhalten, die sich diesen Knallen zuordnen lassen. 

Rückstände eines Feuerwerkskörpers

Die Ursache der Knalle ist ein Rätsel. Treibt womöglich ein Knalleufel sein Unwesen? Der Verdacht, dass jemand Böller abschiesst, liegt nahe. Ein Klingnauer hat nach dem Knall in der Nacht auf Sonntag jemanden am Schwändiweg wegrennen sehen. In der Nähe habe er am nächsten Morgen Rückstände eines Feuerwerkskörpers vorgefunden.

Mit welcher Strafe müsste ein solcher Knallteufel rechnen, wenn er erwischt wird? "Das Verursachen von Lärm in der Nachtzeit wird mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken geahndet", führt Louis Treiber, Stv. Chef der Regionalpolizei Zurzibiet, aus. "Sollte der Lärm durch Feuerwerk verursacht werden, beträgt die Busse 200 Franken", führt er weiter aus.

Nachtruhestörung wegen Böllern selten

Die Knallgeräusche sind ungewöhnlich. "Wir bekommen fast keine Meldungen bezüglich Lärmbelästigungen wegen Böllern", sagt Treier. In der Regel geschehe dies rund um den 1. August respektiv Neujahr. "Es sind wenige, maximal fünf pro Jahr." 

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