Schneisingen

Umstellung auf Schulsystem 6/3: Kosten und Risiken werden reduziert

Die Gemeinde Schneisingen beabsichtigt, die Schulanlage Aemmert zu erweitern. An der Winter-Gemeindeversammlung 2012 wurde ein Baukredit von 2,3 Millionen Franken zurückgewiesen.Angelo Zambelli

Die Gemeinde Schneisingen beabsichtigt, die Schulanlage Aemmert zu erweitern. An der Winter-Gemeindeversammlung 2012 wurde ein Baukredit von 2,3 Millionen Franken zurückgewiesen.Angelo Zambelli

An der Gemeindeversammlung legte der Gemeinderat einen Baukredit von 2,3 Millionen Franken für die Erweiterung der Schulanlage Aemmert vor. Diese Kredithöhe war zu hoch. Deshalb schlägt der Gemeinderat nun einen Gesamtleistungswettbewerb vor.

Die Umstellung auf sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe zwingt auch die Gemeinde Schneisingen zum Handeln. An der Gemeindeversammlung vom 30. November 2012 legte der Gemeinderat einen Baukredit von 2,3 Millionen Franken für die Erweiterung der Schulanlage Aemmert vor.

Der Souverän stufte die Kredithöhe jedoch als zu hoch ein, wies den Antrag zurück und beauftragte die Exekutive, das Projekt zu überarbeiten und nach neuen, kostengünstigeren Lösungen zu suchen.

«Dieser Doppelauftrag war nicht einfach zu erfüllen», sagt Gemeindeammann Claudia Graf. Gemeinderat, Schulpflege und Baukommission bearbeiteten das Projekt unter den neuen Prämissen und prüften sämtliche in Betracht kommenden Alternativen.

Als beste und zweckmässigste Lösung stellte sich schliesslich die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerbs heraus.

Bisherige Erkenntnisse fliessen ein

Ausgeschrieben wird der Gesamtleistungswettbewerb unter mehreren Totalunternehmern. Diese reichen verbindliche Projekte, Kostenvoranschläge, Werkverträge und Terminpläne ein.

In die Vorschläge einfliessen müssen die in der bisherigen Projektierung gewonnenen Erkenntnisse wie die um 8 bis 10 Prozent reduzierte Gebäudegrundfläche bei gleichbleibenden Raumgrössen sowie eine einfachere Umgebungsgestaltung. Ausserdem wird die Möglichkeit einer späteren Aufstockung um ein Klassenzimmer verlangt.

Als Ziel vorgegeben hat der Gemeinderat Maximalkosten von 1,7 Millionen Franken (inklusive Gebühren, Baubewilligung und Ausstattung). Der Gesamtleistungswettbewerb wird von einem spezialisierten und unabhängigen Unternehmen begleitet.

Kosten und Termine unter Kontrolle

Dieses Vorgehen ermöglicht es dem Gemeinderat, Kosten und Termine unter Kontrolle zu halten und das Risiko für die Gemeinde zu minimieren.

Gemeindeammann Claudia Graf ist überzeugt, dass das Projekt auf diese Art zu einem guten Ende geführt werden kann: «Wir sind offen auch für grundlegend neue Lösungen, sofern die finanziellen und baulichen Vorgaben eingehalten werden.»

Für die Durchführung des Gesamtleistungswettbewerbs legt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung ein Kreditbegehren von 119'000 Franken vor.

Gemeindeversammlung, 24. Mai, 20 Uhr, Aemmertsaal.

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