Zurzibiet

Wasserkraftwerk Reckingen: Sechs Gemeinden reichen Einsprache ein zur Neukonzession

Das Wasserkraftwerk, das Rekingen (CH) und Reckingen (D) verbindet. (Archiv)

Das Wasserkraftwerk, das Rekingen (CH) und Reckingen (D) verbindet. (Archiv)

Bei der Neukonzessionierung des binationalen Wasserkraftwerks Reckingen am Rhein sollen Ausgleichsmassnahmen für die Anliegergemeinden gewährt werden. Betroffene Gemeinden haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam Einsprache beim Bundesamt für Energie erhoben.

Die Zurzibieter Rheintal-Gemeinden Kaiserstuhl, Fisibach, Rümikon, Mellikon, Rekingen und Bad Zurzach fordern von den Betreibern Umweltmassnahmen zugunsten der Bevölkerung. Dabei geht es um die Instandhaltung des Rheinuferwegs sowie die Nutzung der Rheinlandschaft für Erlebnis und Erholung. Die Betreibergesellschaft soll bei der Konzessionserneuerung verpflichtet werden, konkrete Leistungen zu erbringen, die diesen Zielsetzungen dienen.

Der Regionale Gemeindeverband Zurzibiet Regio signalisiert nun Bereitschaft, die Anliegen der Rheinanliegergemeinden zu unterstützen. Präsident Felix Binder begründet den Entscheid der Geschäftsleitung laut Mitteilung von Montag mit der Notwendigkeit der Bündelung der Kräfte der Region gegenüber den übergeordneten Instanzen des Bundes: «Die Förderung der Attraktivität der ganzen Region zum Wohnen und Arbeiten ist eine wesentliche Zielsetzung, die der Gemeindeverband bei all seinen Aktionen verfolgt. Die Qualität des Rheintals als Wohnregion muss erhalten und weiter gefördert werden.» Beeinträchtigungen durch die wirtschaftliche Nutzung der natürlichen Ressourcen müssten angemessen kompensiert werden.

Seit der Inbetriebnahme 1941 nutzt das Kraftwerk das Gefälle des Rheins zur Stromerzeugung. Es steht je zur Hälfte im Eigentum von deutschen und schweizerischen Aktionären. Weil es sich auf badischer Seite beim Ortsteil Reckingen befindet, wird für die Schreibweise ein «ck» verwendet (im Gegensatz zu Rekingen am gegenüberliegenden Schweizer Rheinufer). Die aktuelle Konzession endet im Oktober 2020. Die Neuauflage soll einen Zeitraum von weiteren 60 Jahren abdecken. (az)

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