Am Samstag, kurz nach Mitternacht, warnte die Regionalpolizei Zurzibiet auf ihrem Facebook-Account vor Falschgeld am Winzerfest. «Am Winzerfest Döttingen sind gefälschte Hunderternoten im Umlauf», lautete die Meldung. Zu diesem Zeitpunkt war eine gefälschte Note entdeckt worden. Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, hielt es für wahrscheinlich, dass weitere Blüten auftauchen werden.

Sein Verdacht hat sich erhärtet. Bis Sonntagabend wurden fünf gefälschte Hunderternoten entdeckt. «Bei solchen Anlässen, auch bei Fasnachtsveranstaltungen, kommt immer wieder Falschgeld zum Vorschein», sagt Graser. Oftmals tauche es erst nach dem Fest, beim Abrechnen auf. «Dann, wenn das Falschgeld in einer Zählmaschine hängen bleibt.» Graser will nicht ausschliessen, dass im Laufe der Woche weitere Exemplare auftauchen.

Amateure am Werk

Die erste Blüte entdeckte das Personal der «Weinbar» der Leibstadter Guggenmusik Seifesüder. Am Samstag wurden in der Kasse der Bar «Wytröpfli» der Jubla Döttingen drei weitere gefälschte Hunderternoten gefunden. Auch sie waren offenbar bereits am Vorabend in der Kasse gelandet. Die fünfte Note wurde erneut in der «Weinbar» der «Seifesüder» entdeckt.

Die Blüten weisen alle die gleiche Seriennummer auf und sind offenbar nicht das Werk von Profis. Laut Regionalpolizei sind sie erkennbar am «schlechtem Papier». Zudem seien sie «am Rand weiss». Der Druck sei leicht verschwommen. «Es ist völlig unklar, von wem die gefälschten Noten stammen», sagt Graser, auch sei es in Fällen wie diesem schwierig, den oder die Täter zu ermitteln. «Das gelingt nur in Ausnahmefällen. Vielfach sind es Einzelpersonen, die das Falschgeld mit einem Farbdrucker herstellen», sagt Graser.

Velo-Veteranen, Sennenhunde und Endinger Turner: Eindrücke vom 65. Winzerumzug durch Döttingen.

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Dass Fälscher bei Volksfesten ihr Glück versuchen, sei nicht verwunderlich. «In der Hektik landet schnell eine gefälschte Note in der Kasse, die bei genauerem Hinsehen erkannt worden wäre», führt der Mediensprecher aus. Es lohne sich deshalb für das Verkaufspersonal, sich etwas Zeit zu nehmen, um 100- oder 200-Franken-Noten genauer zu begutachten, auch wenn viel Betrieb herrsche.