Zurzibiet
16,6 Millionen Gewinn für die Raiffeisenbanken der Region – und 254 vergebene Covid-Kredite

Die Banken im Zurzibiet stärken Position im Coronajahr. Das erfreut die Geschäftsleitung, insbesondere, weil man auch im Kundengeschäft gute Zahlen ausweisen kann.

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Die Filiale der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Bad Zurzach. (Archivbild)

Die Filiale der Raiffeisenbank Aare-Rhein in Bad Zurzach. (Archivbild)

Philipp Zimmermann

Die Raiffeisenbanken Aare-Rhein, Böttstein, Siggenthal-Würenlingen und Surbtal-Wehntal haben im vergangenen Jahr ihre Marktpositionen weiter ausgebaut. «Insbesondere im Kundengeschäft konnten die Banken stark zulegen», heisst es in einer Medienmitteilung.

Zudem haben sie 254 Covid-Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 22,6 Mio. Franken vergeben. «Wichtig war, dass die Unternehmen rasch und unkompliziert zu Liquidität gekommen sind.» Dabei sei die lokale Verankerung in dieser ausserordentlichen Situation von grossem Vorteil gewesen.

Ausserdem hätten die Raiffeisenbanken im unteren Aaretal durch die Schliessung der NAB-Filialen deutlich mehr Kundenzugänge verzeichnen können. Da die meisten Kunden mit Hypotheken an den bisherigen Finanzierungspartner gebunden seien, rechnen die Banken mittelfristig mit einem Wachstum im Ausleihungsbereich.

Insgesamt zahlten die Zurzibieter Raiffeisenbanken, die 164 Mitarbeitende inklusive Lernende beschäftigen, im vergangenen Jahr 2973 Millionen Franken an Krediten aus. Das Hypothekarvolumen nahm also gegenüber 2019 um 2,9 Prozent zu. Bei den Verpflichtungen aus Kundeneinlagen legten die vier Banken gar um 8,2 Prozent auf 2893 Millionen Franken zu. Sie erzielten 2020 gemeinsam einen Gewinn von 16,6 Millionen Franken – 6,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Die aktuelle Situation rund um die Coronakrise beeinflusse das öffentliche Leben nach wie vor in hohem Masse, schreiben die vier Banken. Deshalb würden die Generalversammlungen auch in diesem Jahr nicht wie in gewohntem Rahmen durchgeführt. Die jeweiligen Genossenschafter werden durch die Raiffeisenbanken direkt orientiert.

Für die Zukunft erwartet Raiffeisen aber eine Besserung: «Die Konjunktur dürfte sich 2021 wieder spürbar erholen und mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffes zeichnet sich auch ein Ende der Pandemie ab.» Trotz Silberstreifen am Horizont erwartet Raiffeisen auch 2021 eine erhöhte Volatilität an den Börsen. Zudem habe die globale Verschuldung nochmals deutlich zugenommen. «Bei Investitionen sollte deshalb der Fokus verstärkt auf Qualität gelegt werden.» (az)