Ausflugsziel
Neuer Weg zur Burgruine Tegerfelden soll Wanderer anlocken

Die Burgruine in Tegerfelden ist für Fussgänger nur schwer zugänglich. Ein neuer Pfad soll das ändern – was noch fehlt, ist die Zustimmung vom Kanton.

Daniel Weissenbrunner
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Die Burgruine oberhalb von Tegerfelden ist auf dem Fussweg nur mühsam zu erreichen.

Die Burgruine oberhalb von Tegerfelden ist auf dem Fussweg nur mühsam zu erreichen.

Daniel Weissenbrunner

Wer sich auf der Website des Weinbaudorfs Tegerfelden nach Sehenswürdigkeiten kundig macht, der findet – Nomen est Omen – den Weinwanderweg, den Panorama-Wanderweg und einen Ausflug zur Burgruine. Während die ersten beiden Tipps marschierend problemlos zu bewältigen sind, stossen Wanderer beim dritten Vorschlag an ihre Grenzen.

Die noch vorhandenen Mauerreste der ehemaligen Burg der Freien von Tegerfelden hoch über der Surb aus dem 11. Jahrhundert (siehe Box) sind zu Fuss nur mit einem grossen Umweg oder dann in mühsamer Kraxlerei und ohne Wegschilderung zu erreichen. Das soll sich nun ändern.

Wer von der Surb hochwill, gerät im rasch «Chaibegrabe »in abschüssiges Gelände.

Wer von der Surb hochwill, gerät im rasch «Chaibegrabe »in abschüssiges Gelände.

Daniel Weissenbrunner

Gemeinderätin und Grossrätin Isabelle Schmid (Grüne) hat beim Kanton nach zahlreichen Abklärungen und Gesprächen mit Landeigentümern, Jägern, Naturschützern und Waldbesitzern ein entsprechendes Gesuch eingereicht. Die Antwort des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) steht noch aus. Bei einem positiven Entscheid könnte der Weg im besten Fall noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

45 Höhenmeter auf 800 Metern Länge

Das Konzept sieht vor, einen Fuss- und Trampelweg auf einer Länge von 800 Metern zu errichten. 45 Höhenmeter müssten überwunden werden. Die Idee eines Wegs zur Ruine ist zwar nicht neu. Isabelle Schmid hat dem Vorhaben aber neuen Schwung verliehen.

Ein zentraler Punkt ist dabei die Finanzierung. Schmid rechnet mit Erstellungskosten von gegen 20 000 Franken. Das Projekt, so hat sich gezeigt, stösst auf breite Unterstützung. Die Raiffeisenbank Surbtal-Wehntal hat beispielsweise im Rahmen ihres Unterstützungsprogramms Projekte für die Bevölkerung» bereits 10 000 Franken zugesichert, sollte der Weg tatsächlich realisiert werden.

Ausgangspunkt: Sollte der Pfad realisiert werden, wäre bei der Fussgängerbrücke über die Surb der Start.

Ausgangspunkt: Sollte der Pfad realisiert werden, wäre bei der Fussgängerbrücke über die Surb der Start.

Daniel Weissenbrunner

Der Pfad soll, so die Planung, von der ehemaligen Kläranlage über die Fussgängerbrücke der Surb links durch das «Chaibegrabe»-Tobel in einem steilen Anstieg zur Burg hochführen.

Der Ruinenweg ist Teil eines Versprechens von Isabelle Schmid, das sie nach ihrer überraschenden Wahl letzten Herbst in den Grossen Rat einlösen will. Sie macht sich für die Bewegungsfreiheit von Fussgängern stark. «Ich möchte neue, sichere Wege schaffen», sagte die Grüne-Politikerin am Tag ihres Wahlerfolgs. Die Ruine sei heute nur über die Strasse nach Brugg erreichbar, allerdings ohne Parkplätze. Sie würde es darum begrüssen, wenn die Leute künftig via den Pfad die Grillstelle und die Aussicht über das Surbtal geniessen können. Sie betont, dass der Weg mit seinen geplanten Stufen ausschliesslich mit Naturmaterialien, wie der Verwendung von Robinienholz gebaut werden soll.

Auf Unterstützung von Freiwilligen angewiesen

Damit das Projekt realisiert und die Instandhaltung gesichert werden kann, ist Isabelle Schmid auf Freiwilligenunterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Die Signale, die sie bisher erhalten habe, seien ermutigend. Jetzt hofft sie nur noch auf den nötigen Zuspruch aus Aarau.

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