Bad Zurzach
Badi ist wieder geöffnet – das war der Grund für die Schliessung am Sonntag

Ausgerechnet am bisher wärmsten Tag des Jahres, dem Muttertag, blieb das Regibad für die Gäste zu. Jetzt ist klar, warum.

Daniel Weissenbrunner
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Keine Gäste: Das Regibad in Zurzach blieb am Sonntag wegen technischer Probleme geschlossen.

Keine Gäste: Das Regibad in Zurzach blieb am Sonntag wegen technischer Probleme geschlossen.

Luis Hartl

Es war das Worst-Case-Szenario für die Betreiber des Regibads in Bad Zurzach. Am Sonntag hätte die Badesaison so richtig eingeläutet werden können. Sommerliche Temperaturen bei rund 25 Grad und badehungrige Gäste am Eingang. Doch daraus wurde nichts. Betriebsleiterin Monika Dietsche musste die Besucher vor Ort darüber informieren, dass die Badi geschlossen bleibt.

Über soziale Medien und über eine Pushmeldung der Gemeinde Zurzach versuchte sie zudem, den Schaden so gering wie möglich zu halten. «Natürlich waren nicht alle begeistert», sagt Dietsche. «Die überwiegende Mehrheit brachte aber Verständnis für die Situation auf.»

Doch was war geschehen? Dietsche nannte am Sonntag technische Probleme als Grund. Jetzt ist klar: Ein Kompressor, der für die Wasseraufbereitung sorgt, war defekt. Eine Feder, die den Druckaufbau regelt, ging in die Brüche. Als Folge davon konnte die Wasserqualität im Becken nicht mehr sichergestellt werden. Der Kompressor stammt aus dem Jahr 1989, wird aber bei der jährlichen Revision jeweils kontrolliert. «Es ist ein Verschleissteil. Man ist nicht davor gefeit, dass ein solches auch einmal kaputtgeht», so Dietsche.

Schaden Samstagnacht bemerkt

Abgezeichnet hatte sich der Schaden bereits Samstagnacht, als Bademeister Daniel Schätzle eigenartige Geräusche feststellte. Am Sonntagfrüh war klar, dass man den Defekt nicht selber beheben konnte. «Der Sonntag ist der denkbar ungünstigste Tag, um jemanden für eine Reparatur zu finden», sagt Monika Dietsche.

Inzwischen konnte das defekte Teil repariert werden. Im Laufe der Woche wird es ersetzt. Die Badi hat aber bereits heute wieder normal geöffnet. Monika Dietsche ist darüber erleichtert. Sie ist seit sieben Jahren Leiterin des Regibads in Bad Zurzach.

«Etwas Vergleichbares habe ich in dieser Zeit noch nie erlebt.»

Wie hoch der finanzielle Schaden beträgt, lasse sich schwer beziffern, sagt Dietsche. «Viele unserer Gäste sind Inhaber von Saisonabos.» Aufgrund der BAG-Vorgaben dürfen sich maximal 650 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig in der Badi aufhalten.