Bad Zurzach
Thermalbad mit grossem Verlust: Aktionäre verzichten auf Dividende abgesegnet – so sind die Aussichten für 2021

Die Coronapandemie setzt auch dem Thermalbad in Bad Zurzach zu. Die Lockerungsschritte des Bundesrates machen aber Hoffnung für dieses Jahr.

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Die fast dreimonatige Schliessung im ersten Halbjahr und ein zweiter Lockdown im Dezember haben ein tiefes Loch in die Kasse des Thermalbads in Bad Zurzach gerissen.

Die fast dreimonatige Schliessung im ersten Halbjahr und ein zweiter Lockdown im Dezember haben ein tiefes Loch in die Kasse des Thermalbads in Bad Zurzach gerissen.

Zvg

(az) Die Thermalbad Zurzach-Gruppe verbuchte 2020 einen Verlust von 1,9 Millionen Franken. Coronabedingte sank die Gästezahl die im Thermalbad Zurzach um einen Drittel auf 290000 Besucherinnen und Besucher. Die Muttergesellschaft Thermalbad Zurzach AG weist als Folge einen Verlust von rund 500'000 Franken aus. Nun haben die Aktionäre alle Anträge des Verwaltungsrates grossmehrheitlich abgesegnet, darunter auch den Verzicht auf die Dividend.

Dies teilt die Thermalbad Zurzach AG mit. Aufgrund des stark reduzierten Bilanzgewinns von 116‘000 Franken wurde auf eine Dividendenausschüttung verzichtet. «Anstelle der Dividende erhält jeder Aktionär und jede Aktionärin Gutscheine des Thermalbades im Betrage von rund 100 Franken», heisst es in der Mitteilung weiter.

324 Aktionärinnen und Aktionären (72,8 Prozent der Aktienstimmen) übten ihr Stimmrecht schriftlich aus. Die Generalversammlung fand coronabedingt im geschlossenen Rahmen am Sitz der Gesellschaft in Bad Zurzach statt.

Als neues Verwaltungsratsmitglied als Ersatz für den zurückgetretenen Stephan Güntensperger wurde Rainer Blaser gewählt, Direktor Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden. Die bisherigen Verwaltungsräte Anton Lauber, Präsident, Markus Schäubli, Vizepräsident, Andreas Edelmann und Ines Fischer-Gull wurden wiedergewählt.

Dank Teilöffnung seit März wieder bis zu 700 Gäste pro Tag – verhaltener Optimismus für 2021

Geschäftsführer Dominik Keller ist erfreut, dass seit der Teilöffnung wieder täglich rund sechs- bis siebenhundert Gäste das Bad besuchen. Die Zeit während der vorgängigen Lockdowns sei für Mitarbeiterschulungen und Sanierungsarbeiten genutzt, so dass das Thermalbad in neuem Licht erstrahle und seine Gäste mit Begeisterung empfangen könne.

Je nach Lockerungsszenarien erwartet Verwaltungsratspräsident Anton Lauber im Geschäftsjahr 2021 eine schwarze Null, obwohl im normalerweise hochfrequentierten ersten Quartal ein Verlust ausgewiesen wurde.

Verwaltungsratspräsident Anton Laubre (links) und Geschäftsführer Dominik Keller.

Verwaltungsratspräsident Anton Laubre (links) und Geschäftsführer Dominik Keller.

Zvg

«Als Generationenbad, das auf Gesundheit, Bewegung und Ernährung ausgerichtet ist, erkennen wir immer wieder neue Potenziale», schreibt die Thermalbad Zurzach AG in der Mitteilung weiter. «So sehen wir auch in der Sommerzeit, wo viele Familien ihre Ferien in der Schweiz verbringen, vielfältige Ansatzmöglichkeiten für attraktive Angebote, um das Zurzibiet und insbesondere auch das Thermalbad Zurzach zu geniessen.»