Böttstein
Das geplante Grossacher-Quartier erhält ein wichtiges Ja von der Gmeind

Die 165 anwesenden von insgesamt 1994 Stimmbürgern haben an der Wintergmeind in Böttstein sämtliche Anträge des Gemeinderates mit grossem Mehr angenommen.

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Statt Kieswerk und Industriehallen neu Wohnungen und Gewerbe: So könnte es dereinst aussehen auf dem Gebiet Grossacher in Kleindöttingen.Nightnurse Images

Statt Kieswerk und Industriehallen neu Wohnungen und Gewerbe: So könnte es dereinst aussehen auf dem Gebiet Grossacher in Kleindöttingen.Nightnurse Images

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Die Stimmbevölkerung beschloss die Teiländerung des Bauzonenplan und der Bau- und Nutzungsordnung mit der Entwicklungszone Grossacher im Dorfteil Kleindöttingen. Im Quartier in Nachbarschaft zum Naturparadies Klingnauer Stausee könnten dereinst bis zu 875 Personen wohnen und 500 Personen Arbeit finden. Verankert ist ein Wohnanteil von 40 bis 80 Prozent gegenüber dem Anteil Gewerbe.

Die konkreten Gestaltungspläne und das Baugesuch folgen nun. Nach Auszug des Holcim-Kieswerks 2021 könne gebaut werden, in drei möglichen Etappen bis zu den Jahren 2023, 2028 und 2033.

Kredit für Schulhaus-Teilsanierung

Neben dem Budget 2020 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 102 Prozent genehmigten die Böttsteiner einen Kredit über 420'000 Franken für die Teilsanierung, insbesondere der Fassade und des Dachs, des Schulhauses Rain I.

Die Wintergmeind nahm ausserdem die Kreditabrechnung über fast 180'000 Franken an für die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeugs, das unter anderem für den Winterdienst, Rasenpflege und Reinigung eingesetzt wird.

Ja sagten die Böttsteiner auch zum Verkauf einer 2400 Quadratmeter grossen Parzelle im Ortsteil Burlen für 600'000 Franken. Die Entscheide unterliegen dem fakultativen Referendum. (sga/az)

Das Naturparadies Klingnauer Stausee in 27 Bildern:

Klingnauer Stausee im Portrait
27 Bilder
Der Blick über den Klingnauer Stausee von Döttingen her. Am See findet nicht nur die Bevölkerung aus der Region Erholung. Auch Tagestouristen aus der ganzen Schweiz und dem nahem Ausland kommen hierher. Von den Bahnhöfen Klingnau und Döttingen sowie Koblenz sind die meist asphaltierten Uferwege leicht zu erreichen. Parkplätze finden sich bei der Aarebrücke in Kleindöttingen oder unterhalb des Wasserkraftwerks in Koblenz.
Der Stausee ist bekannt für seine reiche Vogelwelt. Vogelkundler (Ornithologen) trifft man hier laufend an.
Der Stausee entstand mit dem Bau des Wasserkraftwerks Klingnau: Nach knapp vier Jahren Bauzeit ging es am 7. Juli 1935 in Betrieb. Es produziert dank drei Turbinen mit einer Leistung von 14,3 MW pro Jahr durchschnittlich rund 225 GWh elektrische Energie. Das entspricht dem Verbrauch von 50'000 Haushalten. Es ist im Besitz eines Konsortiums von Axpo und AEW Energie AG.
Am Klingnauer Stausee planen Naturschützer ein Naturzentrum, das im Mai 2019 eröffnet wird. Promotoren des Naturzentrums: Kathrin Hochuli, Geschäftsführerin Birdlife Aargau, Werner Müller, Geschäftsführer Birdlife Schweiz, und Simon Egger, Leiter Sektion Natur und Landschaft beim Kanton Aargau, (v.l.) auf dem Aussichtsturm beim Klingnauer Stausee.
Zuletzt sorgte der Klingnauer Stausee mehrfach für Schlagzeilen: Der Kanton will Material ausbaggern, wegen der Verlandung und um neue Wasserflächen zu schaffen. Streitpunkt: Der Schweizerische und der Aargauische Fischereiverband verlangen eine vollständige Entsorgung der ausgebaggerten Sedimente, die gemäss Projekt grossenteils dem Rhein zugeführt werden sollen.
In wenigen Minuten vom Stausee zu erreichen: Das Städtchen Klingnau. Hier von der anderen Seeseite aus fotografiert.
Blick auf das Vogelparadies Klingnauer Stausee von Kleindöttingen her. Klingnau liegt auf der anderen Seeseite.
Rund um den Klingnauer Stausee mit dem Velo unterwegs – das ist dank der asphaltierten Wege problemlos möglich.
Die Bevölkerung des Unteren Aaretals nutzt die Naturperle, um ihre Seele baumeln zu lassen.
Den Weg rund um den Stausee nutzen auch viele Freizeitsportler – gerade an sonnigen Tagen.
Beliebt: Schwände und Enten füttern am Klingnauer Stausee.
Ornithologen haben hier bisher über 310 verschiedene Vogelarten gesehen – im Bild: Zwei junge Rauchschwalben warten einträchtig auf die Mutter mit dem Futter.
Schwäne und Enten auf einer Insel im Klingnauer Stausee.
Der letzte Atemzug – bevor der kleine Frosch im Rachen des Graureihers verschwindet.
Eine Rostgans geniesst das Bad im Klingnauer Stausee...
..., wie auch dieses Bild zeigt.
Seltener Gast. Ein Löffler rastet am Klingnauer Stausee.
Weisse Pracht: Ein Seidenreiher auf der Jagd am Klingnauer Stausee.
Auf Klingnauer Seite befindet sich das Naturschutzgebiet Machme, wo Wasserbüffel zeitweise leben und grasen.
Ein Alpenstrandläufer am Klingnauer Stausee auf Futtersuche.
Einfach schön: Die Skyline am Klingnauer Stausee.
Eine Anlegestelle mit einem Boot der Klingnauer Pontoniere. Sie trainieren allerdings nicht auf dem Stausee, sondern unterhalb des Wasserkraftwerks.
Eine der vielen gefiederten Schönheiten am Naturparadies: Eine Kolbente (Männchen).
Blick vom Winzerdorf Döttingen auf Reben, Klingnau und den Klingnauer Stausee.
An Silvester findet alljährlich der Gippinger Stauseelauf statt: Hunderte Läufer nehmen jeweils daran teil.

Klingnauer Stausee im Portrait

Kurt Wächter

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