Bad Zurzach
Das neue Alterszentrum nimmt langsam aber sicher Gestalt an

Im Frühjahr will die Emil-Burkhardt-Stiftung das Baugesuch einreichen. Weitere Ziel sind der Spatenstich Ende 2016 und der Bezug des Alterszentrums Anfang 2019. Diese ehrgeizigen Ziele können sie sich auch dank der Gemeinde Bad Zurzach stecken.

Louis Probst
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Das Siegerprojekt «Aubette» in der Visualisierung des Architekturbüros – die Fassade wird in Realität anders aussehen.

Das Siegerprojekt «Aubette» in der Visualisierung des Architekturbüros – die Fassade wird in Realität anders aussehen.

ZVG/LIECHTI GRAF ZUMSTEG ARCHITEKTEN

«Wir stehen jetzt in der Bauprojektphase», erklärt Rudolf Nydegger, der Präsident des Stiftungsrates der Emil-Burkhardt-Stiftung. «Im Stiftungsrat haben wir uns 2010 erstmals Gedanken über einen Ersatz für das Altersheim Pfauen gemacht. Wir haben dann auch die Gemeinde Bad Zurzach ins Boot geholt, die inzwischen eine riesige Vorarbeit geleistet hat. 2014 hat die Stiftung das Projekt übernommen.»

Haus der Generationen

«Wir sind sehr froh, dass wir mit der Arrondierung des Areals – das von der Einwohnergemeinde der Stiftung im Baurecht abgegeben wird, Red. – das Projekt weitergeben konnten», sagt Reto S. Fuchs, Gemeindeammann von Bad Zurzach.

«Das neue Alterszentrum Höfli wird die Gemeinde prägen. Wir sind sehr froh, wenn das Zentrum kommt, vor allem wenn es schnell kommt. Wir spüren den Druck von allen Seiten. Mit seinen Funktionen, wie auch Spitex und Kindertagesstätte, wird das Alterszentrum ein Haus der Generationen.»

Im Wesentlichen wird das regionale Alterszentrum Höfli drei Abteilungen zu je 24 Pflegebetten, eine Demenzabteilung mit 24 Pflegebetten sowie 12 Zweizimmerwohnungen für das Wohnen mit Service umfassen. Dazu kommt eine Mantelnutzung mit Räumen für Spitex; mit einer Kindertagesstätte sowie öffentlichen Parkplätzen in einer Tiefgarage.

Hinter dem Konzept des Projekts stehe die Idee, dass im neuen Alterszentrum generationenübergreifende Kontakte möglich sind, stellt auch Andreas Graf vom Büro Liechti Graf Zumsteg Architekten AG (Brugg) fest, das vor einem Jahr mit seinem Vorschlag den Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnte.

«Hauptidee war es, das Areal durchlässig zu gestalten», erklärt er. «Hinter der Gestaltung des Gebäudes stand der Gedanke, das grosse Volumen stark aufzugliedern. Damit kann auch erreicht werden, dass sich die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner nicht in einem Riesenkomplex verloren fühlen.»

Baugesuch im April 2016

Inzwischen hat das Büro Liechti Graf Zumsteg, in Zusammenarbeit mit der Baukommission der Stiftung unter der Leitung von Stiftungsrat Alfred Zimmermann, das Wettbewerbsprojekt weiterbearbeitet.

«Im Moment wird der Vertrag mit dem Generalplaner ausgearbeitet», sagt Alfred Zimmermann. «Unser grosses Ziel ist es, Anfang April 2016 das Baugesuch einreichen zu können.»

Weitere Ziel sind der Spatenstich Ende 2016 und der Bezug des Alterszentrums Anfang 2019. «Wir sind uns bewusst, dass das ehrgeizig ist», räumt er ein. «Aber bis jetzt war die Zusammenarbeit sehr gut. Wobei der Gemeinde Bad Zurzach grosse Verdienste zukommen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unsere Vorgaben einhalten können.»

Inzwischen sind auch die Vorarbeiten für die Erlangung einer Betriebsbewilligung erfolgt. Auch die Finanzierung des Vorhabens, für das inklusive Drittnutzungen – wie Kindertagesstätte, Spitex und Parking – mit Erstellungskosten in der Grössenordnung von rund 50 Millionen Franken gerechnet wird, ist gesichert. Finanziert wird das regionale Alterszentrum Höfli, so Rudolf Nydegger, durch Eigenmittel der Emil-Burkhardt-Stiftung sowie Fremdmittel.

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