Coronavirus
Das neue Impfzentrum in Leuggern: 300 Personen sollen täglich geimpft werden

Das Asana Spital in Leuggern ist auf Personalsuche: Wo das Impfzentrum entsteht und wann es losgehen soll.

Stefanie Garcia Lainez
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Das Asana Spital in Leuggern eröffnet das Zurzibieter Impfzentrum voraussichtlich am 22. Februar.

Das Asana Spital in Leuggern eröffnet das Zurzibieter Impfzentrum voraussichtlich am 22. Februar.

Britta Gut

Seit dem 5. Januar wird in den beiden Impfzentren in den Kantonsspitälern Baden und Aarau geimpft, diesen Mittwoch eröffnete das dritte Impfzentrum in Windisch. Bald soll es auch in Leuggern losgehen: Das Asana Spital sucht zurzeit nach medizinischem Fachpersonal. «Am 22. Februar ist der Start vorgesehen, da wir gemäss Kanton erst dann den ersten Impfstoff erhalten werden», sagt Spitaldirektor René Huber. «Das zumindest ist der aktuellste Stand.» Komme es zu Veränderungen bei der Verfügbarkeit des Impfstoffes, habe dies auch Auswirkungen auf den Start des Leuggemer Impfzen­trums. «Die Lieferkette ist lang – und wir befinden uns ganz am Ende dieser Kette.»

Das Impfzentrum kommt auf dem grossen Parkplatz der Gemeinde zu stehen, der sich zwischen dem Friedhof und der Bezirksschule befindet. Es werden zehn Containermodule aneinandergereiht, ähnlich den bekannten Schulprovisorien. «Der Platz ist nur rund 100 Meter vom Spital entfernt», sagt René Huber. Dadurch sei das Zentrum zwar nah am Spital, tangiere aber dessen Betrieb nicht. Wer sich in Leuggern impfen lässt, kann entweder mit dem Bus bis zur Haltestelle Turnhalle fahren, die sich wenige hundert Meter vom Impfzentrum entfernt befindet, oder aber mit dem Auto direkt bei den Containern parkieren. «Es hat genügend Parkplätze», versichert der CVP-Grossrat.

Geplant ist ein Tagesbetrieb von Montag bis Samstag. «Sofern genügend Impfstoff vorhanden ist, können auf vier sogenannten Impfspuren gleichzeitig vier Personen geimpft werden.» Von der Anmeldung am Empfangsdesk in einem der Container, dem Gesundheitscheck mit zwei, drei Fragen, dem Piks und der verordneten 15-minütigen Wartezeit danach dauert es weniger als 20 Minuten, bis die geimpfte Person wieder nach Hause gehen kann. Einen Termin erhalten alle zentral über die Web­site des Kantons, die Vergabe der Impftermine ist nach wie vor auf Personen mit erhöhtem Risiko beschränkt.

1800 Personen können sich pro Woche impfen

Bis zu 300 Impfungen werden in Leuggern täglich verabreicht. «So sieht es der Auftrag des Kantons vor», sagt Huber. Im Februar könne aber wohl kaum von Beginn weg die volle Kapazität ausgeschöpft werden. Dazu seien nicht genügend Impfdosen vorhanden. Das Gleiche gilt gemäss Kanton auch für das vom KSB betriebene Zentrum in Windisch auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Aargau.

Zirka zwölf Vollzeitstellen sind nötig, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. «Wir haben bereits einige Bewerbungen erhalten», sagt René Huber. Dies sowohl von externen als auch von Personen aus den Reihen des Asana-Personals, die ihr Pensum leicht aufstocken würden. Die Mitarbeiter werden unbefristet angestellt, aber im Stundenlohn. «Wir können noch nicht genau sagen, wie lange wir das Zentrum betreiben werden, voraussichtlich aber bis in den Sommer.»

Die Pandemie ging auch am Spital in Leuggern nicht spurlos vorbei. «Im Dezember befanden wir uns in der schlimmsten Phase, die Lage war bis nach Weihnachten sehr kritisch», so Huber. Zum einen hätten sich zwei von drei Bewohnern des angegliederten Pflegeheims mit dem Virus infiziert, «zum anderen hatten wir mit Personalausfällen zu kämpfen». Dank Mitarbeitenden, die kurzfristig ihr Pensum aufstockten, Personal aus dem Akutspital, das aushalf, und vier Zivilschützern habe das Spital die prekäre Situation überstanden. «Unterdessen entspannte sich die Situation wieder – sowohl auf den Intensivstationen in anderen Spitälern als auch auf unserer normalen Covid-Station.»