Endingen
Er gibt seine sichere Stelle für den Badi-Kiosk auf

In der Badi Endingen gab es im Gastronomie-Betrieb in den letzten Jahren ein Kommen und Gehen. Das soll sich mit dem neuen Pächter Patrick Arnold nun ändern.

Alexander Wagner
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Patrick Arnold betreibt ab der kommenden Saison 2021 den Kiosk in der Badi Endingen.

Patrick Arnold betreibt ab der kommenden Saison 2021 den Kiosk in der Badi Endingen.

Alexander Wagner

Patrick Arnold besuchte letztes Jahr die Badi in Endingen und bekam einen feinen und richtig guten Fitnessteller. «Auch die Badi ist klein, aber fein, und sie hat mir sofort gefallen», erinnert er sich. Der erste Eindruck hatte sein Interesse geweckt. Er schrieb sogleich eine Bewerbung an den Gemeinderat und bewarb sich für die Kiosk-Stelle für die kommende Badesaison. Der Gemeinderat dürfte über die Bewerbung mehr als froh gewesen sein. Seit 2016 gab es mehrere Wechsel.

Arnold ist gelernter Koch und seit Jahren im gleichen Restaurant angestellt. «Ich suche eine neue Herausforderung», sagt er. Für viele wäre es im Moment nicht gerade der richtige Zeitpunkt, um eine sichere Festanstellung zu verlassen und das erste Mal im Leben das Wagnis der Selbstständigkeit zu probieren. Doch für ihn ist es genau der richtige Moment.

Seine Frau Jolanda hat Konditor/Confiseur gelernt und ist ebenfalls seit langem im Gastgewerbe tätig. Sie war zu Beginn nicht gerade begeistert von der Idee ihres Mannes, doch steht voll dahinter:

«Er hat schon länger etwas gesucht. Und wenn er es jetzt nicht macht, macht er es vielleicht nie mehr.»

Der Gemeinderat hat trotz der Bewerbung von Arnold die Stelle ausgeschrieben. Am Ende erhielt der 45-Jährige den Zuschlag in Form eines Pachtvertrags ab dem 1. Mai.

Bei Schnee und Matsch denken derzeit noch nicht viele ans Baden im Sommer, aber Patrick Arnold hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Er ist dabei, Lieferanten anzuschreiben. Und wurde schon das erste Mal angenehm überrascht:

«Es machen alle mit. Das hätte ich so nicht erwartet.»

Auch sonst machte er bisher nur positive Erfahrungen. Die früheren Pächter, die nicht besonders lange blieben oder gar nur eine Badesaison, stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite. «Auch von der IG Badi-Kiosk Endingen werde ich unterstützt», freut er sich.

Familie bleibt an ihrem bisherigen Wohnort

Aufgewachsen ist Arnold in Sursee, lebt aber schon lange in Würenlos. Da will er auch bleiben, weil es ihm gefällt und er die 12-jährige Tochter dort nicht aus der Schule nehmen will.

Neben den konkreten Vorbereitungen hat er schon viele Ideen. Auf dem Menüplan werden «die üblichen Badi-Sachen» stehen. Also Pommes frites, Chicken Nuggets sowie Burger. «Aber die sind hausgemacht. Das Fleisch kaufe ich beim Metzger und mache die Burger selbst.» Er legt Wert darauf, dass er bei den lokalen Lieferanten seine Ware beziehen wird. Daneben will er aber auch Pasta mit Rindsbolognese sowie mit Tomatensauce für die Vegetarier anbieten. Genauso wie ein Fitnessteller mit Pouletbrust oder vegetarischen Frühlingsrollen.

Arnold möchte neben den Badegästen auch die Kinder der naheliegenden Schule oder Handwerker, Spaziergänger und Passanten bewirten. Von Montag bis Freitag ist über den Mittag ein Tagesteller geplant. Geplant ist ein Menü mit einem Getränk oder Kaffee ab mindestens 13.50 Franken. Als kleine Zugabe gibt es ein hausgemachte Truffes oder Guetzli. Diese wird seine Frau in Heimarbeit auf den Teller zaubern.

Er hofft auf Siebentagewoche - An Spitzentagen bis 500 Gäste

Patrick Arnold hat das Wirtepatent und könnte auch Alkohol ausschenken. Er wird das Angebot jedoch auf Bier und Wein beschränken. Geplant ist, dass er den Kiosk grundsätzlich alleine führt. Während des Tages soll ihn aber jemand für vier bis fünf Stunden unterstützen, bevor am Abend seine Frau übernimmt. An Spitzentagen können sie mit bis zu 500 Gästen rechnen, der Schnitt liegt bei rund 140 Personen.

Die Badi geht jeweils erst um 10 Uhr auf, der neue Pächter will aber von Montag bis Freitag schon eine Stunde früher öffnen. Er hofft auf eine Siebentagewoche Patrick Arnold wird auf eigene Rechnung arbeiten. Deshalb hofft er auf einen schönen Sommer. «Aber nicht zu heiss. Dann kommen die Leute auch nicht. Aber natürlich hoffe ich auf eine Siebentagewoche», meint er lachend. Was im September nach der Saison geschieht, weiss er noch nicht. «Nach einem hoffentlich strengen Sommer sicherlich mal eine Pause», meint er lachend. Er lässt es auf sich zukommen. «Ich suche mir wohl eine Temporärstelle. Oder mache eine Wintersaison.»

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