Endingen
Wegen des schlechten Wetters: Für den Badi-Kiosk wird schon wieder ein neuer Pächter gesucht

Der Regen hat einen Strich durch die Rechnung gemacht: Endingen muss für die Badi einen neuen Pächter suchen – bereits zum sechsten Mal seit 2016.

Stefanie Garcia Lainez
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Sonnige Tage hat es diesen Sommer nur wenige gegeben. Das wirkt sich auch auf den Badebetrieb in Endingen aus.

Sonnige Tage hat es diesen Sommer nur wenige gegeben. Das wirkt sich auch auf den Badebetrieb in Endingen aus.

Severin Bigler/Archiv

Der Juli geht als einer der regenreichsten Monate in die Wettergeschichte ein, auch im Bezirk Zurzach. Die drei Messstellen Leibstadt, Beznau und Kaiserstuhl massen teilweise fast das Doppelte an Regenmenge als der langjährige Normwert. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernte von Bauern und Winzern, sondern auch auf die Freibäder.

Oder ganz konkret: Wegen des miserablen Sommers muss die Gemeinde Endingen zum wiederholten Mal einen neuen Pächter für den Badi-Kiosk suchen: Patrick Arnold hat den Pachtvertrag für die kommende Saison nicht verlängert.

Dabei war der Start noch geglückt: Patrick Arnold zeigte sich Anfang Jahr positiv überrascht, wie frühere Pächter ihm mit Rat und Tat zur Seite standen und die IG Badi-Kiosk Endingen ihn unterstützte. Bei den Badegästen kam das Menü des gelernten Kochs, der seine sichere Festanstellung für das Abenteuer Selbstständigkeit aufgegeben hatte, sehr gut an.

Nebst Pommes frites und Chicken Nuggets gab es selbstgemachte Burger, Pasta mit Rindsbolognese sowie mit Tomatensauce für die Vegetarier oder Fitnessteller mit Pouletbrust oder vegetarischen Frühlingsrollen.

Neuer Pächter wollte Gastrobetrieb aufbauen

«Patrick Arnold und seine Küche waren sehr beliebt», bestätigt auch die zuständige Gemeinderätin Alessia Stampanoni. Man habe gespürt, dass er aus dem Gastrobereich komme. Dementsprechend wollte der Pächter auch einen kleinen Gastrobetrieb in der Badi aufbauen.

Nur: Der Kiosk-Bereich ist, abgesehen von Sonnenschirmen, ungedeckt. «Gutes Wetter ist ein Schlüsselelement für den Erfolg des Kiosks», sagt die Gemeinderätin. Bei schlechtem Wetter würden die Badigäste ausbleiben, aber auch die Handwerker, Spaziergänger, Passanten sowie die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Oberstufe.

Seit kurzem ist die Gemeinde deshalb erneut auf der Suche nach einem Pächter oder einer Pächterin für den Kiosk der familiären Badi. Dies nun bereits zum sechsten Mal seit 2016. Vor fünf Jahren übernahm die neu gegründete Interessengemeinschaft Badi-Kiosk Endingen, die den Betrieb für die beiden Saisons 2016 und 2017 übernahm. Danach folgten jedes Jahr neue Pächter, die den Kiosk von Frühling bis Herbst führten.

«Das sind jeweils sehr intensive Monate», sagt Alessia Stampanoni. «Wenn das Wetter schön ist und es gut läuft, schafft man das nicht allein.» Zwar wird der Kiosk auf eigene Rechnung geführt. Die Gemeinderätin sagt aber: «Dafür profitiert man in einem guten Sommer auch zu 100 Prozent.»

Sie ist überzeugt, dass die Gemeinde Endingen bis zum Saisonstart, traditionellerweise jeweils am Muttertag, einen neuen Pächter findet. Bereits wenige Tage nach der Anzeige im «Surbtaler» hätten sich schon mehrere Personen gemeldet. «Das Interesse ist offenbar da, etwas Neues zu wagen», sagt Alessia Stampanoni und ergänzt: «Auch die Gemeinde ist offen für neue Ideen.»

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