Würenlingen
Endlich: Die Kinder bekommen einen neuen "Chindsgi"

Nach sechs Jahren kann nun mit dem Bau des Dreifach-Kindergartens begonnen werden. Am Montag erfolgte der Spatenstich.

Nadine Bunde
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Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen
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Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Das Grundstück, auf welchem der neue Kindergarten entstehen soll
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Eine andere Perspektive des Grundstückes
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Einmarsch der Kindergärnter
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Die Kindergärtner singen für den Anlass
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Der offizielle Spatenstich
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Auch die Kinder sind bereit für den Spatenstich
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Sand fliegt durch die Gegend
Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen Patrick Zimmermann, Gemeinderat und Verantwortlicher für das Projekt Dreifach-Kindergarten

Spatenstich Dreifach-Kindergarten Würenlingen

Badener Tagblatt

Duzende von Kindern greifen sich eine Schaufel, dann geht das grosse Buddeln los: Beim Spatenstich für den neuen Dreifach-Kindergarten mit integrierter Tiefgarage durften auch die Kleinen mitmachen. Unter dem Sand kamen diverse Förmchen für den Sandkasten zum Vorschein – den Kindern machte die Suche danach sichtlich Spass. Nicht nur sie mussten lange warten, bis endlich mit dem Bau begonnen werden konnte.

Gemeindeammann René Zoppi ist erleichtert: «Ich habe wahnsinnig Freude, dass wir diesen Spatenstich durchführen konnten.» Der Bedarf für mehr Kindergartenplätze sei schon lange vorhanden.

Auch Patrick Zimmermann, Gemeinderat und Leiter des Projekts freue sich: «Es ist ein Meilenstein, vor allem, weil wir so lange mit Provisorien arbeiten mussten.» Tatsächlich ist eines der von Zimmermann erwähnten Provisorien, der «Kindergarten Dorf», über 50 Jahre in Betrieb, anstatt der ursprünglich geplanten sechs. 1966 wurde er in Betrieb genommen. Laut Zimmermann sei halb Würenlingen und auch er selbst dort in den in den Kindergarten gegangen.

Um den neuen, dringend benötigten Kindergarten zu bauen, mussten einige Hürden zu überwunden werden. Nachdem das Projekt 2011 an der Sommergmeind lanciert wurde, musste es kurz darauf für zwei Jahre auf Eis gelegt werden. Grund dafür war die Beschwerde einer Privatperson, die gegen den geplanten Kindergarten erhoben wurde. Erst 2014 konnte das Projekt wieder aufgenommen werden. Um für zusätzlichen Spielraum bei der Planung zu sorgen, wurden 500 Quadratmeter zusätzliches Land gekauft. Mithilfe eines Architekturwettbewerbes wurde das Siegerprojekt «Zelthaus» vom Zürcher Architekturbüro «ARGE Malte Kloes & Christoph Reichen» gekürt. Das Projekt setzte sich gegen 41 andere durch.

Speziell am «Zelthaus» sei nicht nur, dass man einen Kindergarten zusammen mit einer Tiefgarage planen musste, sondern auch, dass die Eingänge zum Garten hin liegen werden, so
Architekt Christoph Reichen. Laut Reichen sollen die Kinder somit direkt von der Garderobe in den Garten mit Spielplatz gelangen können. Dieser werde auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Für den neuen Kindergarten inklusive Tiefgarage wurde ein Baukredit von 6,75 Millionen Franken aufgenommen. Der Kredit wurde im Sommer 2016 an der Gemeindeversammlung von der Bevölkerung bewilligt. Der Betrieb des neuen Kindergartens soll mit Beginn des neuen Schuljahrs 2018/19 aufgenommen werden.

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