Essbare Kreationen
Zurzach hat jetzt eine eigene Wildschwein-Wurst und ein eigenes Brot: «Ein tolles Projekt von Müller, Bäcker und Metzger»

Das Logo der neuen Gemeinde Zurzach hat Bäcker und Metzger zum Zurzi 9-Korn-Brot und zur «Zurzacherli»-Wildschwein-Bratwurst inspiriert. Bei deren Präsentation war auch einer der beiden Ständeräte vor Ort.

Louis Probst
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Das Gemeindelogo inspirierte zur Form der Wurst.

Das Gemeindelogo inspirierte zur Form der Wurst.

Foto: Zvg

«Bewegte Zeiten liegen hinter uns, und bewegte Zeiten liegen vor uns – auch für die neue Gemeinde Zurzach», sagte Roman Maier von der Bäckerei Maier bei der Präsentation des neuen Zurzi 9-Korn-Brotes und der neuen Wurst mit der Zurzacher Z-Form. «Mit dem neuen Logo der Gemeinde ist neuer Schwung in die Zeit nach dem Corona-Lockdown gekommen. Da wollten auch wir etwas machen. Und weil der Mensch nicht vom Brot alleine lebt, musste auch eine Wurst dazukommen.»

So sind in Zusammenarbeit mit Mustafa Mor (Bäckerei Mor) und Christian Traub (ZurziMetzg) das Zurzi 9-Korn-Brot und das «Zurzacherli», eine Bratwurst mit Wildschweinbrät, kreiert worden. Mit einem Trommelwirbel der beiden Bäcker (und Tambouren) Roman und Gregor Maier und in Anwesenheit des Gemeinderates der neuen Gemeinde Zurzach sowie von Ständerat Hansjörg Knecht – «das Brot enthält neun Getreidesorten und damit kommt auch Müller Hansjörg Knecht ins Spiel», so Roman Maier – sind Brot und Wurst am Mittwoch offiziell im Kurpark von Bad Zurzach vorgestellt worden.

Bäcker und Tambouren Gregor (links) und Roman Maier.

Bäcker und Tambouren Gregor (links) und Roman Maier.

Foto: Louis Probst

«Uns war es wichtig, dass das Brot neun Teile aufweist», sagte Gregor Maier. Er spielte damit auf die Ortschaften an, welche die neue Gemeinde Zurzach bilden. «Die Form des Brotes erinnert auch etwas an den Dreikönigskuchen», meinte er. «Allerdings ist kein König drin.» Dafür Weizenmehl, Roggenvollkornschrot, Sojagrütze, Dinkelmehl, Weizenvollkornschrot, Gerstenmehl, Buchweizenmehl, Maisdunst, Hirseflocken, Haferflocken und Gerstenmalzmehl sowie natürlich Wasser, Meersalz und Hefe.

Z-Form der Wurst war eine Herausforderung

«Ich habe mir das nicht einfach gemacht», so Metzger Christian Traub zu seiner Wurst. «Es ist nicht einfach eine Wurst, wie man sie kennt. Ich musste etwas tüfteln, damit die Z-Form bleibt.» Wildschweinfleisch, verriet er auch, eigne sich super als Wurstfleisch. Zudem brauche es keine Geschmacksverstärker. «Das Wildschweinfleisch für die Zurzibieter Wurst stammt natürlich von Tieren aus der Region» betonte er. Und die Gefahr, dass Christian Traub das Rohmaterial für sein «Zurzacherli» ausgehen könnte, scheint nicht zu bestehen: Im Bezirk Zurzach sind im vergangenen Jahr immerhin 341 Wildschweine erlegt worden.

«‹Me sött öppis mache›: Diesen Ausspruch eines Gewerblers haben die Zurzacher Bäcker und Metzger umgesetzt», freute sich Ständerat Hansjörg Knecht. «Es ist ein tolles Projekt von Müller, Bäcker und Metzger.» Er wünschte einen guten Start und versicherte: «Mehl haben wir genug. Das war – im Gegensatz zu anderen Produkten – auch nie knapp. Von daher ist das eine gute Voraussetzung für das Projekt.»

En Guete: Hansjörg Knecht, Gregor Maier, Mustafa Mor und Roman Maier.

En Guete: Hansjörg Knecht, Gregor Maier, Mustafa Mor und Roman Maier.

Foto: Louis Probst

Auch der künftige Zurzacher Gemeindeammann Andi Meier lobte die tolle innovative Idee. Er freute sich, dass nach der Präsentation des neuen Logos der Gemeinde jetzt sozusagen auf den Zug aufgesprungen wird. «Sinnbildlicher als mit dieser Aktion könnte es gar nicht sein», meinte er. «Nicht jede Gemeinde hat ein innovatives Brot und eine innovative Wurst. Ich bin überzeugt, dass die Initiative von Bäcker und Metzger weiteren Anschub auslösen wird.»

Der künftige Zurzacher Gemeindeammann probiert im Kurpark ein «Zurzacherli» und das 9-Korn-Brot.

Der künftige Zurzacher Gemeindeammann probiert im Kurpark ein «Zurzacherli» und das 9-Korn-Brot.

Foto: Louis Probst

Offensichtlich sind das Brot und die Wildschweinbratwurt auch schon jenseits der Landesgrenze auf Interesse gestossen. Unter dem Titel «Vesper-Innovation: Zurzach lockt mit eigenem Brot und eigener Wurst», hat jedenfalls der «Südkurier» augenzwinkernd berichtet.

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