Fusionsgemeinde
Feuerwehr von Zurzach wird trotz grossem Einsatzgebiet schlanker

Die Fusionsgemeinde Zurzach nimmt immer mehr Formen an. Wichtige Fragen müssen aber noch geklärt werden – wie jene der Feuerwehr.

Daniel Weissenbrunner
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Die Feuerwehren im Zurzibieter Rheintal spannten in der Vergangenheit bereits zusammen. Wie hier beim Brand in Mellikon 2019.

Die Feuerwehren im Zurzibieter Rheintal spannten in der Vergangenheit bereits zusammen. Wie hier beim Brand in Mellikon 2019.

Kapo

In genau einem Jahr schliessen sich Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rümikon, Rietheim und Wislikofen zur Gemeinde Zurzach zusammen. Die eingesetzte Kommission befindet sich an der Umsetzung, damit die flächenmässig grösste Gemeinde im Aargau per 1. Januar 2022 ordnungsgemäss starten kann. Viele Fragen sind geklärt, einige noch offen. Zum Beispiel, wie die Feuerwehrorganisation aussehen wird.

Im Gebiet der künftigen Gemeinde sind mit der Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim, der Ortsfeuerwehren Baldingen-Böbikon, der Region Belchen (Fisibach, Kaiserstuhl, Siglistorf, Wislikofen) sowie der RMR (Rümikon, Mellikon, Rekingen) aktuell vier Feuerwehren tätig. Bis zum Start sollen diese vier Organisationen zu einer Einheit zusammengefasst werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Derzeit arbeiten 26 Kaderangehörige und drei politische Vertreter in Projektgruppen daran, das entsprechende Konzept auszuarbeiten.

Um einen möglichst reibungslosen Übergang zu gewährleisten, sind 2021 gemeinsame Übungen vorgesehen. Dass die Zusammenarbeit im Ernstfall funktioniert, haben die vier Feuerwehren in der Vergangenheit verschiedentlich bewiesen, beispielsweise bei einem Grossbrand eines Mehrfamilienhauses 2019 in Mellikon.

Neue Organisation umfasst noch 160 Personen

Bei der Umsetzung gehe es unter anderem darum, dass der neue Gemeindeverbund die gesetzlichen Aufgaben mit Fisibach, Mellikon und Siglistorf, jenen Gemeinden, welche die Fusion ablehnten, erfüllt.

Klar ist, dass die neue Feuerwehr Zurzach weiterhin eine Milizorganisation bleibt. Ihr gehören ungefähr 160 Personen an und wird damit um rund hundert Personen verkleinert als in aktueller Struktur. Wegen des grossen Einsatzgebietes sollen die Einsätze künftig dezentral von mehreren Standorten aus operieren. Mögliche Stützpunkte seien in Bad Zurzach, Rekingen, Böbikon, Siglistorf und Fisibach, heisst es weiter. Die Magazine würden so aufgeteilt, dass jeder Ort und jede Weilerzone innerhalb von Minuten mit einem Tanklöschfahrzeug erreicht werden kann, heisst es in der Mitteilung weiter.

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