Würenlingen
Gemeinde will Tablets für Kindergärtler anschaffen – das sorgt für Kritik

Die FDP-Ortspartei diskutiert über die Würenlinger Gmeinds-Traktanden und den Umgang mit elektronischen Medien im Kindergarten.

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Würenlinger Kindergärtler sollen künftig mit Tablets vertraut gemacht werden. (Symbolbild)

Würenlinger Kindergärtler sollen künftig mit Tablets vertraut gemacht werden. (Symbolbild)

Keystone

Am Montag fand die traditionelle Parteiversammlung zur Wintergemeinde statt. Bei der Behandlung der Traktanden der Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung vom 22. November konnte einhellige Zustimmung festgestellt werden. Die Anträge des Gemeinderates werden von der FDP zur Annahme empfohlen.

Im Rahmen der Versammlung sind zwei Themen vertieft diskutiert worden. Im Investitionsplan ist der Ausbau der Endingerstrasse mit einer ersten Tranche im Jahr 2019 aufgeführt. Mittlerweile hat die WirnaVita AG die Liegenschaften an der Sonnenbergstrasse erworben und plant an diesem Ort Wohnungen für betreutes Wohnen. Mit dem Baubeginn wird frühestens Mitte 2020 gerechnet. Sollten nun diese Wohnungen optimal mit dem bestehenden Altersheim verbunden werden, müsste dies idealerweise durch eine Unterführung unter der Endingerstrasse erfolgen. Es wäre daher widersinnig, mit dem Ausbau der Endingerstrasse im Jahr 2019 zu beginnen, bevor das endgültige Projekt für diese Überbauung vorliegt. Gemeinderat und Verantwortliche der WirnaVita AG werden aufgefordert, diese Überlegungen zu besprechen und das weitere Vorgehen zu koordinieren.

Bei der zweiten Diskussion ging es um die Erweiterung der EDV-Systeme an der Schule. Geplant ist die Anschaffung von Tablets für den Kindergarten. Auch wenn das im Lehrplan 2021 gefordert wird, fehlt bei der FDP das Verständnis für diese Investition: «Den Kindern wird also zukünftig bereits ab dem Kindergarten der Umgang mit Tablets gelehrt, in der Unter- und Mittelstufe werden dann Präventionsveranstaltungen über den verantwortungsvollen Umgang mit elektronischen Medien und Computerspielen abgehalten und in der Oberstufe werden den Schülern die Handys abgenommen, weil sie sonst im Unterricht abgelenkt werden. Wo bleibt da die Vernunft?» Zusätzlich störend sei, dass in den Traktandenpapieren, welche auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden können, bezüglich Kosten wortwörtlich geschrieben ist: «Mac Desktops oder Notebooks sind im Vergleich zu anderen Plattformen bei gleichen Leistungen etwa 30% bis 50% teurer.» Wieso werden dann diese teureren Geräte angeschafft, fragt die FDP? (AZ)

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