Koblenz
Hakenkreuz an Eisenbahnviadukt in Koblenz entfernt

Vor rund einem Monat haben Unbekannte ein Hakenkreuz auf den Koblenzer Turm der unter Denkmalschutz stehenden Eisenbahnbrücke gesprayt. Am Dienstagmittag ist die Sprayerei von einem ortsansässigen Malergeschäft entfernt worden.

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Hakenkreuz am Eisenbahnviadukt in Koblenz.

Hakenkreuz am Eisenbahnviadukt in Koblenz.

Ausriss «Die Botschaft»

Vor rund einem Monat haben Unbekannte ein Hakenkreuz auf den Koblenzer Turm der unter Denkmalschutz stehenden Eisenbahnbrücke gesprayt. Die Täter hatten leichtes Spiel: Seit letzten Sommer wird die 154 Jahre alte, von Robert Gerwig aus Pforzheim erbaute Gitterträgerbrücke saniert und ist mit einem leicht besteigbaren Gerüst versehen.

Die Kantonspolizei hat die Spuren gesichert und die Ermittlungen aufgenommen. Fest steht, dass sich die Tat zwischen dem 27. und 29. April ereignet haben muss.

Am Dienstagmittag ist die Sprayerei von einem ortsansässigen Malergeschäft entfernt worden.

Wieso die lange Wartezeit?

Doch weshalb wurde so lange mit der Entfernung des Symbols der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der heutigen Rechtsextremisten zugewartet?

Gemeindeammann Heidi Wanner: «Die Eisenbahnbrücke befindet sich im Besitz der SBB. Die Gemeinde hat bei der Kantonspolizei interveniert und die Auskunft erhalten, dass sie sich mit der Grundeigentümerin betreffend Entfernung der Spayerei in Verbindung setzen werde. Deshalb – und weil unser Einfluss bei den SBB erfahrungsgemäss gering ist – haben wir als Gemeindebehörde nicht weiter interveniert.»

Erfahren von der Schmiererei hat Wanner erst am Pfingstsamstag von einem Mitarbeiter des Koblenzer Bauamtes.

Für sie ist es nur schwer nachvollziehbar, dass sich vor Pfingstsamstag niemand aus der Bevölkerung bei ihr meldete und sie über die Sprayerei informierte, obwohl das Nazi-Symbol an einer von der Umfahrungsstrasse und vom Uferweg aus gut sichtbaren Stelle aufgesprayt worden war. (ZA)

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