Kommentar
Wahlen in Döttingen: Der Bez-Entscheid und seine Folgen

Während Michael Mäder zum Ammann gewählt worden ist, hat Vizeammann Peter Schödler die Wiederwahl in den Döttinger Gemeinderat verpasst. Der Kommentar.

Daniel Weissenbrunner
Drucken
Teilen
Döttingen hat einen neuen Gemeindevorsteher - und hat den Vizeammann abgewählt.

Döttingen hat einen neuen Gemeindevorsteher - und hat den Vizeammann abgewählt.

Philipp Zimmermann

Wurde Vizeammann Peter Schödler der Bez-Entscheid des Döttinger Gemeinderats zugunsten von Leuggern und gegen Klingnau zum Verhängnis? Klar ist, dass Schödler Döttingen im OSUA-Kreisschulverband vertritt.

Die Standortfrage der künftigen Bezirksschule im unteren Aaretal sorgt seit Jahren für hitzige Diskussionen. Und mit dem umstrittenen Entscheid des Regierungsrats hat das Thema nochmals eine neue Dynamik erhalten. Die Vermutung liegt nahe, dass Peter Schödler deswegen jetzt abgestraft worden ist.

Noch vor zwei Jahren setzte er sich in der Vizeammann-Wahl gegen den nun neu gewählten Ammann Michael Mäder deutlich durch. Schödler beteuert, seither an seiner Art der Politik nichts geändert zu haben.

Indirekt treibende Kraft hinter seiner Abwahl dürfte die einflussreiche Bürgerliche Interessensgemeinschaft Döttingen, eine Allianz aus SVP und FDP, gewesen sein, die ein Fünferticket für den Gemeinderat vorschlug. Dass Schödler nicht auf der Liste erschien, hatte mit dem Bez-Entscheid zu tun.

Die Döttingerinnen und Döttinger sind dieser Empfehlung offensichtlich gefolgt. Die Wahl erhöht aber auch den Druck auf den neuen Gemeinderat. Er muss beweisen, dass er die anstehenden Herausforderungen meistert und Schödler am Ende nicht ein Bauernopfer war.

Aktuelle Nachrichten