Lengnau
Bunte Kisten an grauem Sonntag: Junge Piloten rollen mutig die Strecke runter

Nach der letztjährigen Absage konnte das Seifenkistenrennen dieses Jahr wieder durchgeführt werden. Nächstes Jahr steht ein Jubiläum an.

Céline Weissenbrunner
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Konzentriert rollt dieser Lenker mit seiner Kiste los.

Konzentriert rollt dieser Lenker mit seiner Kiste los.

Bilder: Céline Weissenbrunner

Achtung, fertig, los! Zum 24. Mal startet das Seifenkistenrennen in Lengnau am Sonntag. Um 8.30 Uhr treffen sich die jungen Fahrerinnen und Fahrer im Weiler Vogelsang zur Einschreibung und Kistenkontrolle. Obwohl der Himmel noch einige Tropfen fallen lässt, sind die Kinder motiviert und voller Vorfreude auf das heranrollende Rennen.

Zwischen Maisfeldern und Pferdeställen tummeln sich gespannte Eltern und Zuschauer, um die farbigen, selbst gebauten Autos aus nächster Nähe und in voller Aktion sehen zu können. Dass das Seifenkistenrennen hier Tradition hat, merkt man schnell, wenn man den Weg in den Vogelsang hinauf gefunden hat und diese Szenerie betrachtet.

Nach dem Testlauf, auf welchem die Fahrer die Strecke kennen lernen dürfen, beginnt um 11 Uhr unter noch bedecktem Himmel der erste Wertungslauf. In drei Altersklassen starten die Hobby-Rennfahrer und geben ihr Bestes auf der herausfordernden Strecke. Während die Kinder sich – wie OK-Mitglied Iwan Suter sagt – todesmutig die Strecke hinunterstürzen, können die Eltern sich verpflegen und einen gemütlichen Schwatz halten.

Beim zweiten Durchlauf am Nachmittag scheinen die Fahrerinnen und Fahrer noch ambitionierter und mutiger zu sein, ist doch das Ziel zum Greifen nah. Obwohl die Sonne nur selten durch die Wolken blitzt, leuchten die buntbemalten Seifenkisten durch den Weiler Vogelsang, und man merkt sofort, wie viel Herzblut jede Pilotin und jeder Pilot in ihr Gefährt gesteckt haben.

OK-Mitglied Suter erzählt, dass die wichtigsten Faktoren für ein gelungenes Seifenkistenrennen gutes Wetter, motivierte Kinder und eifrige Helfende seien. Das Wetter hat es zwar nicht ganz so gut gemeint mit den Lengnauern, doch dafür haben die Menschen hier umso mehr diesen Tag warm gemacht.

Das sechsköpfige OK sowie Dutzende Helferinnen und Helfer, Sponsoren und Zuschauer sorgen für eine ausgelassene Stimmung. Am Schluss werden die 35 Teilnehmer in den Kategorien Formel 3, Formel 2 und Formel 1 mit einer Medaille und Urkunde ausgezeichnet. Für die drei Besten pro Altersklasse gibt es sogar einen glänzenden Pokal.

Alle scheinen glücklich über das erfolgreiche Rennen, vor allem auch, da es letztes Jahr pandemiebedingt ausfallen musste. Nach der Siegerehrung werden weitere Preise verlost und fleissig Siegerfotos geknipst. Das Fazit sei einfach, sagt Suter: «Nächstes Jahr soll es wieder ein Rennen geben.»

Es wird das 25-jährige Jubiläum sein. Und zum Schluss liess sich sogar noch die Sonne blicken und die wohlverdienten Medaillen so richtig blitzen.

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