Lengnau
Eine Option in Zeiten der Pandemie: Der Pausenplatz verwandelt sich in ein Freiluft-Klassenzimmer

Auf dem Pausenplatz der Primarschule Lengnau steht neu eine mobile Wetterschutzanlage. Sechs quadratische Schirme und Bänke sorgen für einen neuen Begegnungsort.

Susanne Holthuizen
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Neuer Begegnungsort: Ammann Franz Bertschi (l.), weiht zusammen mit Gemeindeschreiber Anselm Rohner, Markus Brunner, Christoph Häfliger und Björn Bestgen das «Freiluft-Klassenzimmer» ein.

Neuer Begegnungsort: Ammann Franz Bertschi (l.), weiht zusammen mit Gemeindeschreiber Anselm Rohner, Markus Brunner, Christoph Häfliger und Björn Bestgen das «Freiluft-Klassenzimmer» ein.

Susanne Holthuizen

«Hello, hello» stimmt die Klasse 5b von Marion Joos feierlich an. Zur Einweihung der sechs Allwettersegel und den dazu gehörenden Sitzgelegenheiten haben die Kinder mit ihrer Lehrerin eigens einen Song komponiert. «Der Platz am Fluss ist cool», singen sie lauthals.

Der neugestaltete Aussenraum mit den orangen und roten Segeln wirkt denn auch wie ein grosses Freiluft-Klassenzimmer – ein wahrer Schülertraum.

«Die Idee stammt aus der Bevölkerung», führt Amman Franz Bertschi aus, «der Gemeinderat hat zusammen mit der Schulleitung und dem Hausdienst eine Arbeitsgruppe zusammengestellt und das Projekt an die Hand genommen».

Entstanden ist eine mobile Wetterschutzanlage, die jederzeit wieder entfernt werden kann und den Platz so auch ganzflächig nutzbar macht. Die sechs quadratischen Schirme können je nach Bedarf selbstständig zusammengeklappt werden, das Textil schützt vor Sonne und ist gleichzeitig wasserabweisend. Ideale Voraussetzungen also für Anlässe in der warmen Jahreszeit, die nun für die Schule und Veranstalter witterungsunabhängig planbar sind.

Unterstützung aus dem Raiffeisen-Jubiläumsfond

Von der Projektidee bis zur Realisierung dauerte es rund ein halbes Jahr. Im letzten Herbst wurde die Beschattungsanlage beim Jubiläumsfond der Raiffeisenbank Surbtal-Wehntal eingegeben und erhielt diesen Frühling prompt den Zuschlag. Aufgrund der Pandemie konnte das 100-jährige Jubiläumsfest nicht stattfinden, deshalb wurde ein Fonds für nachhaltige Projekte bereitgestellt.

Die Raiffeisenbank hat einen namhaften Unterstützungsbeitrag an die Gesamtkosten der Beschattungsanlage geleistet, die sich auf rund 30 000 Franken belaufen. «Der Schulbetrieb kann nun auch draussen stattfinden, das ist in Pandemiezeiten eine super Option», stellt Schulleiter Björn Bestgen fest.

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