Lengnau
Volk hat entschieden: Eventhallen im Industriegebiet werden nicht verboten

In der früheren Tennishalle in Lengnau sollen nur noch Anlässe wie Hochzeitsfeiern oder Firmenfeste stattfinden. Dagegen wehren sich die Bewohner des Steig-Quartiers seit Jahren. Nun hat die Sommergmeind ein Verbot für Eventhallen im Industriegebiet abgelehnt.

Stefanie Garcia Lainez
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Im ehemaligen Sportcenter Lengnau finden seit Jahren Hochzeitspartys statt.

Im ehemaligen Sportcenter Lengnau finden seit Jahren Hochzeitspartys statt.

Foto: Alex Spichale/Archiv

Seit zwei Jahren möchte der Besitzer die frühere Tennishalle in Lengnau als Eventhalle vor allem für Hochzeiten umnutzen. Dagegen gibt es grossen Widerstand, vor allem aus dem benachbarten Steig-Quartier. Die Anwohner beklagen sich über den Lärm.

An der Sommergmeind diese Woche haben sich die 96 anwesenden von insgesamt 1922 Stimmberechtigten nun gegen ein Verbot von Eventhallen im Gewerbegebiet entschieden. Unter den Anwesenden war auch Neuzuzüger und FDP-Ständerat Thierry Burkart. Sie folgten damit der Empfehlung des Gemeinderats, den an der Wintergmeind 2019 überwiesenen Antrag abzulehnen.

«Rechtliche Abklärungen haben ergeben, dass ein solches Verbot nicht durchsetzbar ist und widerrechtlich wäre», heisst es in der Broschüre zur Sommergmeind. Der Gemeinderat versprach aber am Donnerstag, dass er sich weiterhin im rechtlich möglichen Rahmen im Baugesuchsverfahren für die Anliegen der betroffenen Anwohner einsetzen werde.

Gemeinderat erhält mehr Lohn

Diskussionslos genehmigten die Lengnauerinnen und Lengnauer den Kredit für das Schulhaus Dorf A über 1,35 Millionen Franken. Seit einigen Jahren seien die notwendigen Investitionen zeitlich aufgeschoben worden, heisst es in der Broschüre. «Nun müssen die Sanierungsmassnahmen dringend umgesetzt werden.»

Das Schulhaus Dorf A muss dringend saniert werden.

Das Schulhaus Dorf A muss dringend saniert werden.

Foto: Alex Spichale/Archiv

Das Stimmvolk segnete des Weiteren die Lohnerhöhung des Gemeinderates um 1500 Franken ab. Die Besoldung des Ammanns beträgt neu 28'500 Franken, jene des Vizeammanns 17'500 Franken und jene der restlichen Mitglieder 15'500 Franken.

Der Gemeinderat informierte zudem darüber, dass der Überweisungsantrag zu Mobilfunkanlagen der Wintergmeind vorgelegt werde und eine Planungsgruppe angedacht sei, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates und der IG gesunder Mobilfunk Surbtal. Auch soll ab der ersten Juli-Hälfte der Mitwirkungsbericht zur Gemeindeentwicklung mit allen Eingaben öffentlich aufliegen.

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