Leuggern
Sozialhilfebezüger verschweigt einen Kapitalbezug aus der Pensionskasse – mit Folgen

Die Gemeinde zeigte den Mann an, nun ist er rechtskräftig zu einer Geldstrafe und einer Busse verurteilt worden. Es ging um einen Betrag in sechsstelliger Höhe.

Philipp Zimmermann
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Leuggern mit der dominanten Kirche St.Peter und Paul und gelben Rapsfeldern.

Leuggern mit der dominanten Kirche St.Peter und Paul und gelben Rapsfeldern.

Walter Schwager (Archiv)

Die Gemeinde Leuggern hat dieses Jahr eine Strafanzeige wegen ungerechtfertigtem Bezug von Sozialhilfe erstattet, wie sie im neuen Mitteilungsblatt schreibt. Der Sozialhilfebezüger mit Wohnsitz in der Gemeinde habe «ein Einkommen in sechsstelliger Höhe nicht gemeldet».

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach bestätigt die Anzeige auf Anfrage. Sprecherin Fiona Strebel präzisiert: «Es handelte sich nicht um Einkommen, die der Beschuldigte der Gemeinde nicht gemeldet hatte, sondern es ging um eine Kapitalabfindung aus der Pensionskasse, die er nicht gemeldet hatte.» Es handle sich um einen tiefen sechsstelligen Betrag.

Aufgrund dieser Kapitalauszahlung habe er keinen Anspruch auf Sozialleistungen im Umfang von rund 6000 Franken gehabt, die ihm die Gemeinde über mehrere Monate ausbezahlt hatte.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte den Beschuldigten Anfang Juni per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen und einer Busse von 500 Franken. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Die Gemeinde Leuggern hat die materielle Hilfe für den Verurteilten eingestellt.

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