Tegerfelden
Musikgesellschaft überrascht mit Melodienstrauss von Barock bis Pop

Unter Leitung von Ueli Reusser begeisterte die Musikgesellschaft Tegerfelden mit einem genussreichen Abend voller Liebesmelodien.

Peter Thomann
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Die Musikgesellschaft soll auch für junge Musizierende attraktiv sein, damit diese der Blasmusik treu bleiben.

Die Musikgesellschaft soll auch für junge Musizierende attraktiv sein, damit diese der Blasmusik treu bleiben.

Mit einer fulminanten Mischung aus Barock, Pop und Jazz eröffneten die Musikanten den Abend. «Concerto d’amore», auf Deutsch Liebeskonzert, heisst dieses rhythmisch anspruchsvolle Werk des Komponisten Jacob de Haan. Der Titel lieferte das Motto für das ganze Konzert. Mit der Liebe hätte man eines der schönsten Themen musikalisch vertieft, war dem Konzert-Flyer zu entnehmen. Wer kennt es nicht, das Musical «West Side Story» aus den Fünfzigerjahren und seine rührende Liebesgeschichte zwischen Tony und Maria? Mit den beiden bekannten Liedern «America» und «Maria» beginnt das von Jay Bocook arrangierte Potpourri durch Leonard Bernsteins Klassiker. Konzertmoderator Peter Fäs führte mit Witze durch das Programm.

Auch Solistinnen und Solisten setzten sich in Szene. Roland Kaufmann interpretierte auf dem Euphonium den Titel «A Kind Of Love» und wurde damit rausgeklatscht. Der Posaunensatz begeisterte mit markanten Glissandi im Titel «Trombonita» und musste das Stück wiederholen. Weitere Liebeslieder waren etwa das von Julio Iglesias bekannte «Amor, Amor, Amor». Dazwischen gab es auch bodenständige Kost mit der «Winzerfest Polka».

Nach der Pause marschierten Jungmusikantinnen und Jungmusikanten der überregionalen Musikschule auf. Das Publikum war begeistert und spendete tosenden Vorschussapplaus. Die so erweiterte Blasmusikformation, zusätzlich mit Elektropiano besetzt, interpretierte den von der amerikanischen Rockband «Kiss» bekannten Song «I Was Made For Loving You».

Es sei wichtig, dass die Jungmusikanten integriert würden und Konzerteinsätze leisten könnten, erklärte Posaunist Karl Hauenstein. Ziel sei es, dass möglichst viele dieser Kinder und Jugendlichen der Blasmusik treu bleiben, so Hauenstein. Besonders frenetischen Applaus erntete zudem ein kleiner Junge mit seiner Marschtrommel, als er gekonnt einen schweizerischen Ordonnanzmarsch aufführte.

Den Schluss des Konzertprogrammes bildete der legendäre Queen-Titel «Crazy Little Thing Called Love» aus der Feder des einstigen Rocksängers Freddie Mercury. Das Publikum in bester Laune verlangte mehrere Zugaben und so klang der Abend aus mit dem «March For Fun».

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