Rad-Highlight
Gippinger Radsporttage: Veranstalter müssen Programm zusammenstreichen – dafür steht Schweizer Shootingstar am Start

An den Gippinger Radsporttagen vom 4. bis 6. Juni fallen Rennen der Corona-Auflagen zum Opfer. Die gute Nachricht: Am GP des Kanton Aargau zeichnet sich ein hochkarätiges Teilnehmerfeld ab - angeführt von Marc Hirschi.

Daniel Weissenbrunner
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Marc Hirschi gehört zu neuen Stars im Radsport: Vergangene Saison feierte der 22-jährige Berner mehrere Erfolge, darunter den Etappensieg an der Tour de France von Chauvigny nach Sarran.

Marc Hirschi gehört zu neuen Stars im Radsport: Vergangene Saison feierte der 22-jährige Berner mehrere Erfolge, darunter den Etappensieg an der Tour de France von Chauvigny nach Sarran.

Stuart Franklin / Pool / EPA

Seit dieser Woche ist der Giro d’Italia im Gang – nach der Tour de France und der Vuelta die drittgrösste Rundfahrt. Sie endet am Sonntag, 30. Mai in Mailand. Vier Tage später machen die Profiteams ihren traditionellen Halt in Gippingen. Am 4. Juni findet die 57. Austragung des GP des Kanton Aargau statt. Schon jetzt zeichnet sich ein hochkarätiges Starterfeld ab.

Seine Teilnahme angekündigt hat auch Marc Hirschi. Der 22-jährige Berner erlebte vergangene Saison einen kometenhaften Aufstieg. Er gewann eine Tour de France-Etappe, er siegte an der La Flèche Wallonne und holte an der WM die Bronzemedaille. Ebenfalls dabei ist der vierfache Tour de France-Sieger Chris Froome (GB) und der dreifache Gewinner in Gippingen, Alexander Kristoff (Nor). OK-Präsident Matthias Rennhard hofft darüber hinaus auf den Start von Lokalmatador Silvan Dillier.

Einnahmen aus dem Gastro- und Unterhaltungsbereich fallen komplett weg

Auf die übliche Nähe zu den Stars müssen die radsportbegeisterten Fans in diesem Jahr allerdings verzichten. Durch die coronabedingten Auflagen ist der Start/Ziel-Bereich fürs Publikum nicht zugänglich.
Die Folgen der Pandemie treffen den Veranstalter hart. Einnahmen aus dem Gastro- und Unterhaltungsbereich fallen komplett weg. Auf der anderen Seite muss die Infrastruktur für die Rennen wie gewohnt bereitgestellt werden. Die Organisatoren rechnen daher mit einem Defizit.

Wie hoch dieses ausfallen wird, lasse sich noch nicht beziffern, sagt Matthias Rennhard. «Wir werden es verkraften können. Auch weil wir grosse Unterstützung erhalten.» So hat der Kanton trotz des reduzierten Programms seine volle finanzielle Unterstützung aus dem Swisslos-Fonds zugesichert. «Aber ewig können wir so nicht weitermachen», sagt Rennhard.

Inzwischen ist auch klar, dass ein Teil der sonst durchgeführten Rennen nicht stattfinden kann. Alle Breitensportrennen mussten wegen Covid-19 gestrichen werden. Übrig geblieben sind nebst dem GP des Kanton Aargau die Rennen für den Nachwuchs. Man wolle den jungen Fahrern in diesem schwierigen Umfeld eine Startgelegenheit bieten, sagt Matthias Rennhard.