Spatenstich
Startschuss fürs Naturzentrum am Klingnauer Stausee – Birdlife erwartet 20'000 Besucher jährlich

Nächsten Frühling öffnet das Naturzentrum Klingnauer Stausee. Was die Ausstellung von Birdlife Aargau alles bietet, was die Standortgemeinde Böttstein noch vorhat.

Daniel Weissenbrunner
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Blaue Schaufeln für den Spatenstich des Naturzentrums von Birdlife.
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Suzanne Oberer, Päsidentin Birdlife Schweiz.
Gertrud Hartmeier, Päsidentin Birdlife Aargau.
Patrick Gosteli, Gemeindeammann Böttstein.
Norbert Kräuchi, Leiter Abteilung Landschaft und Gewässer, Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Aargau.
Spatenstich Naturzentrum Birdlife Stausee Klingnau

Blaue Schaufeln für den Spatenstich des Naturzentrums von Birdlife.

Alex Spichale

Rund 100'000 Besucher zieht der Klingnauer Stausee jedes Jahr an. Seien es Fussgänger, Velofahrer, Skater oder Natur- und Tierfreunde, die vor allem an Wochenenden das beliebte Naherholungsgebiet im Unteren Aaretal bevölkern. Ab kommenden Jahr wird das Gebiet nun um eine Attraktion erweitert. Läuft alles nach Plan, öffnet im Mai das Naturzentrum Klingnauer Stausee, ein Projekt, das auf Initiative der Natur- und Vogelschutzvereine Birdlife Aargau und Birdlife Schweiz entstanden ist.

Am Freitag erfolgte nun der Spatenstich. Auf 150 Quadratmetern wird den Besuchern künftig die Artenvielfalt des international bedeutenden Wasservogelreservats nähergebracht. «Uns geht es aber nicht darum, mehr Leute anzulocken», sagt Gertrud Hartmeier, Präsidentin von Birdlife Aargau, «sondern jenen, die bis jetzt hierherkamen, etwas zu bieten.» Deswegen werden, abgesehen von Behindertenparkplätzen, keine zusätzlichen Parkflächen beim Zentrum entstehen.

Das Angebot darf sich sehen lassen. Vorgesehen sind laut den Initianten eine interaktive Ausstellung, die sich vorwiegend mit dem Klingnauer Stausee, seinen Wasservögeln sowie anderen wichtigen Artengruppen, den Auen und der Wasserkraft beschäftigt. Ausserdem sollen Kurse und Veranstaltungen für Schulklassen, Familien und Gruppen im separaten Schulungsraum durchgeführt werden. Geplant sind zudem ein kleiner Shop, eine Infotheke sowie eine kleine Cafeteria.

Gesichert ist inzwischen auch die vollständige Finanzierung der 2 Millionen Franken teuren Anlage, wie Werner Müller, Geschäftsführer von Birdlife Schweiz, bestätigte. Zusammengekommen ist der Betrag dank der Unterstützung von Gemeinden, den vielen Mitgliedern von Birdlife Aargau sowie durch Swisslos-Fonds-Gelder des Kantons, der 900'000 Franken beisteuerte. Norbert Kräuchi, Leiter Abteilung Landschaft und Gewässer, hielt fest, dass sich Kanton und Regierung mit grosser Überzeugung am Projekt beteiligten. Kräuchi betont, dass der Unterhalt nun Sache der Trägerschaft sei. Um das Zentrum kostendeckend führen zu können, geht Birdlife Aargau von rund 20'000 Besuchern aus. Die Eintrittspreise für den Ausstellungsbereich und den Naturpfad dürften sich bei etwa sieben Franken bewegen. Weitere Einnahmen erhofft man sich durch Führungen und weitere Aktivitäten. Das Budget für den jährlichen Vollbetrieb wird mit 270'000 Franken angegeben.

Wandern mit «Bördie»

Support für die Anlage erhielten die Betreiber auch von der Gemeinde Böttstein, auf deren Gebiet das Zentrum zu stehen kommt. Dank der Umwandlung in eine Sonderzone wurde die Realisierung des Projekts erst möglich. Treibende Kraft dahinter war Böttsteins Ammann Patrick Gosteli (SVP), der die Bedeutung des Zentrums für die ganze Region hervorhebt. Seine Gemeinde bringt sich für den Startschuss im kommenden Frühling ebenfalls in Stellung. «Geplant ist ein spezieller Wanderweg vom Naturschutzgebiet zu verschiedenen Punkten im Ort wie das Schloss Böttstein», erklärt Gosteli. Begleitet werden sollen die Leute von einem dafür eigens entworfenen Maskottchen namens «Bördie». Offiziell vorgestellt werden soll der lustige Vogel an der Gewerbeausstellung REGA im Oktober.

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