Döttingen
Steuerwagen des entgleisten Regionalzugs geborgen

Eine Woche lang stand der Steuerwagen des verunfallten Regionalzuges ausserhalb des Bahnhofes Döttingen neben den Schienen. Damit konnten die Züge ohne Behinderung passieren. Am Wochenende wurde nun der Steuerwagen geborgen.

Peter Jacobi
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Bergung Bahnwagen Döttingen
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Bergung Bahnwagen Döttingen

Das 12-köpfige Bergungsteam der SBB begann mit den Vorarbeiten in der Nacht auf Samstag um 0.15 Uhr. «Mer chönnt afoo», hiess es um 1.25 Uhr, als der letzte Zug mit leeren Personenwagen den Bahnhof Döttingen passiert hatte und hierauf der Fahrleitungsstrom unterbrochen wurde.

Unter die vordere, gebrochene Achse wurde ein Stahlträger geschoben. Hinten war es eine Kette. Über weitere Stahlträger oberhalb des Wagens waren die tragenden Trosse mit den Haken der Pneukrans verbunden.

Koordination gefragt

Einsetzender Regen um zwei Uhr vertrieb die wenigen Zuschauer unter das Vordach des Feuerwehrmagazins. Von hier konnten sie beobachten, wie der Chauffeur des Tiefgängers seinen 15-achsigen «Tatzelwurm» näher an die Bahnlinie manövrierte. Die beiden Pneukrans zogen an, und langsam hob sich das 37-Tonnen-Stück.

Gerade als der blau-weiss-gelbe «Kolibri» um 2.10 Uhr abhob, zeigte sich auch der Mond zwischen den Wolken. Koordination und Kommunikation waren gefragt, damit sich der Wagen waagrecht hielt. Zuerst musste er über die rund sechs Meter hohe Transportleitung hinweg, bevor er auf der anderen Seite abgesetzt werden konnte.

Um 2.30 Uhr schwebte der Steuerwagen nur noch wenige Zentimeter über dem Tiefgänger und wurde dann präzise aufgesetzt. Der 25 Meter lange «Kolibri»-Koloss, der nur wegen seiner Farbigkeit etwas gemeinsam mit dem gleichnamigen winzigen Vogel hat, kommt nach Olten zur Reparatur. Weil der Tieflader der Firma Welti-Furrer den Vorplatz versperrte, hatte die Feuerwehr Döttingen-Klingnau ihre Einsatzfahrzeuge ausserhalb des Magazins abgestellt.