Unteres Aaretal
Refuna präsentiert erfreuliche Zahlen und steht vor grossen Herausforderungen

Das Fernwärmenetz Regionale Fernwärme Unteres Aaretal schreibt einen Jahresgewinn von über drei Millionen Franken.

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Die Refuna-Brücke neben dem Atomkraftwerk Beznau: In Zukunft sollen die Kunden mit Wärme von einem Holzheizkraftwerk versorgt werden.

Die Refuna-Brücke neben dem Atomkraftwerk Beznau: In Zukunft sollen die Kunden mit Wärme von einem Holzheizkraftwerk versorgt werden.

Alex Spichale

Das 37. Geschäftsjahr knüpft an die erfolgreichen Vorjahre an und weist einen erfreulichen Jahresgewinn von 3,34 Millionen Franken aus, schreibt die Refuna in einer Mitteilung. Damit könne das Kapital für den Aufbau künftiger Wärmequellen weiter aufgestockt werden. Ausserdem hat die Generalversammlung am Donnerstag aus dem zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn die Ausschüttung einer Dividende von 5 Prozent beschlossen.

Die Refuna versorgt aktuell in 11 Gemeinden 2665 Anschlüsse mit Wärme. Die gesamte Wärmeproduktion lag im Wärmejahr 2020/21 3,8 Prozent über dem Vorjahr. «Auf Verbrauchsseite liegt ein weiteres Wärmejahr hinter uns, das bezüglich Heiztagen deutlich unter dem Mittelwert der letzten Jahre lag», so Verwaltungsratspräsident Kurt Müller. Total konnten über 153 000 000 Kilowattstunden an die Kundschaft geliefert werden. Dies entspräche einer Menge von 220 000 Schüttraummeter Holzschnitzel, was 5500 Lastwagen mit 40 m3 Laderaum gleichkomme.

Trotz der erfreulichen Zahlen steht auch die Refuna, wie sie betont, vor wichtigen Herausforderungen betreffend der Grundversorgung der Region. Im Sinne einer vorausschauenden Planung und mit Blick auf die künftige Ausserbetriebnahme des Kernkraftwerk Beznau stehe man vor der Aufgabe, neue Wärmequellen für das bestehende Netz zu erschliessen.

Versorgungssicherheit dank Holzheizwerk gewährleisten

Unter dem Motto «Refuna 2.0» nimmt das Unternehmen die mittelfristige Zukunft in Angriff. Als neue, CO2-freundliche und erneuerbare Energiequelle befindet sich ein Holzheizwerk in Planung, das in vollem Einklang mit der Energiestrategie 2050 des Bundes steht.
Im April 2020 hat ein Konsortium, bestehend aus Refuna und Axpo, den Auftrag zur Erstellung des Vorprojektes für das Holzheizwerk Döttingen erteilt. «Frühzeitig wird damit eine zeitnahe Nachfolgelösung angestrebt, die modernen Standards genügt, zum Nutzen der Kundinnen und Kunden und im Interesse der Versorgungssicherheit in der Region», schreibt das Unternehmen.

Die Refuna und die vier eigenständigen Ortsnetzgemeinden Böttstein, Döttingen, Endingen und Würenlingen seien nun gefordert, ein tragfähiges Projekt zu entwickeln. Sobald es die Situation aufgrund der Coronapandemie erlaubt, soll die breite Bevölkerung über das Projekt informiert werden. Mit dem Konzept liege man voll im Trend zur nachhaltigen Energiegewinnung und könne seine Pionierrolle in der Region bestätigen. (az)

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