Zurzach
Vizeammann-Wahl: Zwischen Peter Lude und Peter Moser zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab

Die beiden Gemeinderäte aus Bad Zurzach duellieren sich um das Amt in der neuen Gemeinde Zurzach. Einer der beiden würde bei einer Nichtwahl seine Situation überdenken.

Daniel Weissenbrunner
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Bilder: Severin Bigler

Gemessen an der Grösse des Projekts verlief der Prozess zur Fusionsgemeinde Zurzach bemerkenswert ruhig. Acht von ­ursprünglich elf Gemeinden stimmten im Herbst 2019 der Vorlage zu. Nur Siglistorf (bereits in den Vorgesprächen), Fisibach (nach der vertieften Prüfung) sowie Mellikon (an der Urne) entschieden sich für die Eigenständigkeit.

Am 1. Januar 2022 starten Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen in die Zukunft. Die letzten politisch zu klärenden Fragen werden nun diesen Sonntag ­geklärt. An der Urne sind die Stimmberechtigten aufgerufen, den Ammann und den Vizeammann zu wählen.

Einziger Kandidat für das Amt des Gemeindevorstehers ist Andi Meier (parteilos). Spannend dürfte hingegen die Wahl des Vizeammanns verlaufen. Um das Amt duellieren sich die beiden Bad Zurzacher Gemeinderäte Peter Lude (parteilos) und Peter Moser (CVP). Während Lude seine Kandidatur frühzeitig bekanntgab, meldete Moser erst im Januar seine Ambitionen an.

Moser erhält Unterstützung von bürgerlicher Seite

Er verstehe, dass seine Kandidatur nicht überall auf Zustimmung gestossen sei, sagt Moser. «Für einige war das eine Überraschung.» Negative Reaktionen habe er aber keine erhalten, so Moser. «Viele schätzen, dass es jetzt eine Auswahl gibt. Unterstützung erhielt der 50-jährige Treuhänder nebst seiner eigenen Partei auch von der FDP.Die Liberalen. «Ortsparteien sind in der Gemeinde und der Region stark verwurzelt und gut vernetzt.»

Der Zuspruch gebe ihm die Gewissheit, dass seine Arbeit für die Gemeinde und sein Umgang mit der Bevölkerung geschätzt werden und man ihm mehr Verantwortung und Führung zutraue.

Bei einer Nichtwahl würde Lude über die Bücher gehen

Ein gutes Gefühl hat auch Peter Lude. «Im Wahlkampf entsteht erfahrungsgemäss eine Eigendynamik. Der 56-Jährige hofft, dass er beim Stimmvolk für seine Arbeit in elf Jahren im Gemeinderat in Bad Zurzach, davon vier als Vizeammann, beurteilt werde. Sollte es ihm nicht zur Wahl reichen, sei dies zu respektieren. «Gleichwohl würde ich eine Neubewertung für das Amt als künftiger Gemeinderat vornehmen.» So oder so: Zu erwarten ist jedenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei der Wahl in den neuen Gemeinderat erhielten Lude und Moser praktisch gleich viele Stimmen.