Unterendingen/Endingen
Zukunft fordert Unterendingen und Endingen heraus

Für Endingen und Unterendingen rückt die Entscheidung immer näher: An den zeitgleich stattfindenden Gemeindeversammlungen vom 15.Juni haben die Stimmberechtigten zu entscheiden, ob ein Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde vollzogen werden soll.

Angelo Zambelli
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5 Hürden haben die Gemeinden Endingen (vorne) und Unterendingen (hinten) bis zum Zusammenschluss zu nehmen: 2 Gemeindeversammlungen, 2 Urnengänge und die Zustimmung durch den Grossen Rat. ZA

5 Hürden haben die Gemeinden Endingen (vorne) und Unterendingen (hinten) bis zum Zusammenschluss zu nehmen: 2 Gemeindeversammlungen, 2 Urnengänge und die Zustimmung durch den Grossen Rat. ZA

Die Gemeindeammänner Kurt Hauenstein (Unterendingen) und Lukas Keller (Endingen) sind zuversichtlich, dass die Stimmbürger den Mehrwert eines Zusammenschlusses erkennen und dem Projekt zustimmen werden.

Die Gemeinderäte Endingen und Unterendingen bezeichnen den Zusammenschluss als «eine logische Weiterentwicklung der bestehenden bewährten Partnerschaft.» Sie sind überzeugt, dass das Projekt den Schritt in eine erfolgreiche Zukunft ermöglicht, den finanziellen Spielraum längerfristig erhöht und die Abhängigkeit vom kantonalen Finanzausgleich und von den Folgen der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden verringert. «Damit lassen sich für die Attraktivität der beiden Gemeinden notwendige Investitionen einfacher realisieren und der Erhalt des Schulstandortes Unterendingen hat bessere Chancen», schreiben die Räte in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Zusammenschlussprojekt.

Der Startschuss für die Prüfung des Zusammenschlusses erfolgte im Herbst 2009. Seither haben die fünf paritätisch zusammengesetzten Arbeitsgruppen Beachtliches geleistet. Begleitet wurden sie von einem Projektausschuss mit den beiden Gemeindeammännern, den beiden Vizeammännern und Gemeindeschreiber Patrick Sandmeier sowie von Projektleiter Melchior Buchs aus Muri bei Bern.

Getrübte finanzielle Aussichten

Nun liegt der Schlussbericht der Arbeitsgruppen und des Projektausschusses vor. Das Fazit: Grundsätzlich verfügen beide Gemeinden über die Voraussetzungen, mittelfristig alleine weiter zu bestehen. Getrübt sind laut Erkenntnis der Arbeitsgruppen die finanziellen Aussichten. Bei einem Alleingang wäre in absehbarer Zeit sowohl in Unterendingen als auch in Endingen mit einem höheren Steuerfuss zu rechnen. Unterendingen befürchtet, bei einer Ablehnung des Zusammenschlusses den Schulstandort nicht mehr halten zu können.

Grundsätze und Ziele

In den Leitsätzen des Projektausschusses sind Grundsätze und Ziele eines allfälligen Zusammenschlusses formuliert: «Die Gemeinden Endingen und Unterendingen sind gleichwertige Partner.» «Der Zusammenschluss trägt dazu bei, dass sich Endingen und Unterendingen langfristig als attraktive Gemeinde behaupten können.» «Mit dem Zusammenschluss richten sich Endingen und Unterendingen frühzeitig auf künftige Entwicklungen aus und machen sich dafür fit.» Und schliesslich: «Die finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger wird durch den Zusammenschluss nicht wesentlich beeinflusst.»

Das Wappen ist entworfen

Rund zwei Wochen vor der wegweisenden Gemeindeversammlung steht fest, dass der Name Endingen unverändert bleibt und dass Unterendingen zu einem Ortsteil von Endingen wird. Die Unterendinger Postleitzahl und die Adressen bleiben ebenso erhalten wie die Zweckbestimmung des Hauensteinfonds. Für die Gestaltung des neuen Gemeindewappens liegen Entwürfe vor. Diese werden an den Informationsveranstaltungen vom Montag, 4.Juni, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit einem Ja an den beiden Gemeindeversammlungen ist der Zusammenschluss noch nicht Tatsache. Notwendig ist die Zustimmung beider Gemeinden an der Urne. Erhält das Projekt auch da grünes Licht, liegt der letzte Entscheid beim Grossen Rat.

Entwickelt sich alles im Sinne der Gemeinderäte und des Projektausschusses, könnte der Zusammenschluss auf den 1.Januar 2014 vollzogen werden.Kommentar rechts

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