Zurzach
Fusionsgemeinde soll eine Sammelstelle erhalten – doch gegen das Projekt regt sich Widerstand

In Bad Zurzach soll eine regionale Sammelstelle für die knapp 8000 Einwohnerinnen und Einwohner der neuen Gemeinde Zurzach entstehen. Nach Ablauf der Frist ist eine Einsprache eingegangen.

Daniel Weissenbrunner
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Die Häfeli-Brügger AG plant eine Sammelstelle in Bad Zurzach. Es würden grundsätzlich alle Abfälle entgegengenommen, welche im Privathaushalt anfallen und für die entsprechende Bewilligungen vorliegen.

Die Häfeli-Brügger AG plant eine Sammelstelle in Bad Zurzach. Es würden grundsätzlich alle Abfälle entgegengenommen, welche im Privathaushalt anfallen und für die entsprechende Bewilligungen vorliegen.

Alex Spichale

Die Häfeli-Brügger AG betreibt in Klingnau bereits heute eine Sammelstelle für jegliche Abfälle aus dem Haushalt, welche von der Privatkundschaft intensiv genutzt wird. Als Erweiterung der Leistungspalette plant die Firma im Gebiet der fusionierten Gemeinde Zurzach nun eine zusätzliche regionale Sammelstelle für die Einwohner der neuen Grossgemeinde.

Nach Ablauf der Einsprachefrist ist eine Einsprache eingegangen, wie die Gemeinde auf Anfrage bestätigt. Walter Häfeli, der Geschäftsführer Häfeli-Brügger AG, hat die entsprechenden Unterlagen erhalten. Es sei momentan noch zu früh, das weitere Vorgehen im Detail festzulegen. Er sagt:

«Wir werden das Gespräch aber sicher suchen und sind zuversichtlich, dass die Hürde für einen Bau der Sammelstelle nicht allzu gross sein wird.»

Geplant ist die Anlage am Standort Seeächer in Bad Zurzach. Zur Diskussion stand zunächst auch das Solvay-Areal in Bad Zurzach. «Im Laufe der Abklärungen musste dieser Standort wieder fallengelassen werden, weil die Zonenkonformität nicht erfüllt war», sagt Walter Häfeli. In die Evaluation floss auch der Ortsteil Rümikon ein, der aber ebenfalls verworfen wurde.

«Etwa 77 Prozent der rund 7700 Einwohner der Gemeinde Zurzach haben den kürzeren Weg zur Sammelstelle in Bad Zurzach als nach Rümikon», sagt Walter Häfeli. Damit könne man von einer idealen Ausgangslage der Sammelstelle sprechen, da sie zentral in der Grossgemeinde Zurzach liegt und verkehrstechnisch sehr gut erreichbar sei, sagt er weiter.

So soll die regionale Sammelstelle in Bad Zurzach aussehen.

So soll die regionale Sammelstelle in Bad Zurzach aussehen.

Visualisierung/zvg

Möglichst kurze Laufwege beim Entlad der Abfälle

Die fast 10-jährige Erfahrung im Betrieb der Sammelstelle in Klingnau hätte die Grundlage bei der Planung der neuen Anlage gebildet, so Walter Häfeli. Das geplante Gebäude mit einer Länge von 40 Metern und einer Breite von 16 Metern verfügt über ein genügend grosses Vordach von fast zehn Metern im Kundenbereich, damit ein witterungsgeschützter Ablad der Abfälle möglich ist.

Die Grösse sei so gewählt, dass die Kunden möglichst kurze Laufwege beim Entlad der Abfälle zurücklegen müssen und der Betrieb sicher, arbeits- und kosteneffizient geführt werden könne, erklärt Walter Häfeli. Die Hauptfraktionen werden in grossen Abrollmulden gesammelt, damit auch die Abfuhr der Abfälle zur Verwertung oder Entsorgung einfach und effizient erfolgen kann.

Das gleiche Angebot wie in Klingnau

Die Öffnungszeiten sollen sich einerseits nach dem Besucherstrom und andererseits nach den Wünschen und Bedürfnissen des Gemeinderates und der Bevölkerung richten.

«Aus Erfahrung von Klingnau werden die Öffnungszeiten ähnlich sein, das heisst, die Anlage wird sicherlich an sechs Tagen, voraussichtlich am Nachmittag und am Samstagvormittag, für jegliche Anlieferung der Privatkundschaft geöffnet und bedient sein», sagt Walter Häfeli. Zudem würde ein 7x24-Stunden-Bereich eingerichtet mit Glas-, Blech- und Kleidercontainern.

Grundsätzlich sollen alle Abfälle entgegengenommen werden, die im Privathaushalt anfallen und für die entsprechende Bewilligungen vorliegen. «Das Angebot wird im selben Umfang sein wie in Klingnau», sagt Walter Häfeli.