ZURZIBIET
Nach längerer Pause: In Schneisingen nimmt Tempo 30 wieder Fahrt auf

Verkehrsberuhigende Massnahmen sind auch im Zurzibieter Dorf ein Dauerthema. Jetzt geht die Diskussion in eine neue Runde.

Daniel Weissenbrunner
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Bei der letzten Umfrage stand eine Mehrheit der Schneisinger Bevölkerung Tempo 30 (im Bild die Dorfstrasse) mehrheitlich positiv gegenüber.

Bei der letzten Umfrage stand eine Mehrheit der Schneisinger Bevölkerung Tempo 30 (im Bild die Dorfstrasse) mehrheitlich positiv gegenüber.

Sandra Ardizzone

Sollen auch in Schneisingen verkehrsberuhigende Massnahmen eingeführt werden? Zumindest wird derzeit wieder intensiv darüber diskutiert. Zur Evaluierung, ob und in welcher Form die Einführung von Tempo 30 in Bezug auf die Verkehrssicherheit sinnvoll ist, hat die Gemeinde eine Begleitgruppe gebildet, die sich aus Personen aus verschiedenen Quartieren und unterschiedlicher Meinung (2 pro/2 kontra) hinsichtlich einer Temporeduktion zusammensetzt.

Die Frage nach möglichen Tempo-30-Zonen beschäftigt die Bevölkerung schon länger. Bereits 2019 wurde eine Umfrage bei allen Haushaltungen durchgeführt. Die hohe Rücklaufquote von über 40 Prozent liess repräsentative Aussagen zu, kam der Gemeinderat zum Schluss. Die zuständige Gemeinderätin Nicole Blaser sagt:

«Über alles gesehen standen rund zwei Drittel der eingegangenen Antworten Tempo 30 in ihrer Wohnstrasse respektive ihrem Quartier positiv oder eher positiv gegenüber.»

Aufgrund der Pandemie habe sich der Prozess verzögert. Nun nimmt das Thema wieder Fahrt auf. Das habe weniger damit zu tun, dass es in Schneisingen zu vielen Unfällen oder gefährlichen Situationen komme. «Der Grund dürfte eher darin liegen, weil das Dorf im Kern stark gewachsen ist und dadurch mehr Verkehr entsteht», so Blaser.

Bevölkerung soll noch in diesem Jahr informiert werden

Anhand der gesammelten Informationen fand von vor kurzem ein gemeinsames Treffen mit den Mitgliedern der Begleitgruppe, den Verkehrsplanern und den Mitgliedern der Energiekommission statt. Alle erhaltenen Rückmeldungen und Empfehlungen werden nun bereinigt und die gesamte Bevölkerung bei nächster Gelegenheit wieder informiert.