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«Alan Kurdi» bringt 125 Migranten sicher an Land - Tote vor Libyen

ARCHIV - Die «Alan Kurdi» hat 125 Bootsmigranten nach Sardinien gebracht. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

ARCHIV - Die «Alan Kurdi» hat 125 Bootsmigranten nach Sardinien gebracht. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Das deutsche Rettungsschiff «Alan Kurdi» hat 125 Bootsmigranten in den Hafen der italienischen Stadt Olbia auf Sardinien gebracht. Das berichtete die deutsche Betreiberorganisation Sea-Eye am Freitag. Am Abend konnten die Menschen, die im Mittelmeer aus Seenot geborgen worden waren, von Bord gehen, wie Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye, sagte. Zuvor hatte das italienische Innenministerium nach tagelangem Zögern die Genehmigung zum Einlaufen gegeben. 80 Prozent der Menschen sollten auf andere europäische Länder verteilt werden, hiess es in Rom.

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens befürchtet die Internationale Organisation für Migration (IOM) viele Tote. Drei Leichen seien aus dem Mittelmeer geborgen worden, teilte die Organisation auf Twitter mit. Sie geht zudem davon aus, dass weitere 13 Vermisste ertrunken sind. Fischerboote brachten demnach 22 Überlebende zurück nach Libyen, nachdem das Boot am Vorabend gesunken war.

In Libyen herrscht Bürgerkrieg. Der nordafrikanische Staat ist ein zentrales Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa. Nach Angaben der IOM starben in diesem Jahr bisher rund 430 Migranten auf dem Seeweg auf der zentralen Mittelmeerroute nach Südeuropa.

Trotz der Risiken und Todesfälle ist die Seenotrettung im Mittelmeer vor Libyen und Tunesien ein in der EU umstrittenes Thema. Italien und Malta lassen von privaten Helfern gerettete Migranten oft Tage oder Wochen auf den Schiffen ausharren, ehe ihnen die Einfahrt in einen Hafen erlaubt wird. Ausserdem hält Rom Rettungsschiffe mit dem Argument technischer Mängel in den Häfen fest. Die italienische Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans warf den Behörden am Freitag vor, sie würden ihr Schiff "Mare Jonio" im sizilianischen Pozzallo blockieren. Crewmitgliedern werde der Zugang verweigert.

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