Video-Interview

Dänemark geht voraus bei Schulöffnungen – und bei «Sex in Coronazeiten»

Skype-Interview: 10 Minuten mit Niels Anner, Dänemark-Korrespondent

Skype-Interview: 10 Minuten mit Niels Anner, Dänemark-Korrespondent

Das Beispiel Dänemark zeigt: Auch für die Schweiz dürfte die Wiedereröffnung der Schulen nicht einfach werden. Was Dänemark genau macht und wie die Probleme liegen, erklärt Skandinavien-Korrespondent Niels Anner im Video-Interview.

Dänemark ist das erste europäische Land, das die Primarschulen nach der Corona-Zwangspause wieder aufgemacht hat. «Schaurig kompliziert» sei das gewesen, erzählt Skandinavien-Korrespondent Niels Anner im Video-Interview mit unserer Redaktion. Unterrichtet wird in Halbklassen, die Pulte stehen zwei Meter auseinander, auf dem Lehrplan stehen nur die Hauptfächer und jede Klasse hat ein eigenes WC.

Trotzdem sind zehn Prozent der Dänen nicht bereit, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Zehntausende sind auf Facebook der Gruppe «Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen» beigetreten.

Masken müssen die dänischen Schüler keine Tragen. Stattdessen gilt: mindestens alle zwei Stunden die Hände waschen und Abstand halten. Damit die Kinder trotz der Social-Distancing-Massnahmen miteinander spielen können, hat man die Halbklassen weiter unterteilt in Fünfer-Gruppen. Innerhalb dieser immer gleichbleibenden Gruppen dürfen sich die Kinder näherkommen als zwei Meter.

Offen bleibt die Frage, wann die Oberstufenschüler in die Schulzimmer zurückkehren dürfen. Unklar ist zudem, ob ein Teil der Sommerferien wegfällt. «Es gibt den Vorschlag, vor allem für schwächere Schüler spezielle Sommerlager durchzuführen, damit sie Verpasstes aufholen können», erzählt Niels Anner.

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