Deutschland - USA

Deutschland betont beiderseitiges Interesse an US-Streitkräften

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas lobt zwar die Zusammenarbeit mit den USA bei der Verteidigung - sagt aber gleichzeitig, dass das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kompliziert sei.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas lobt zwar die Zusammenarbeit mit den USA bei der Verteidigung - sagt aber gleichzeitig, dass das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kompliziert sei.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat über Pläne zum Abzug von US-Soldaten aus Deutschland das beiderseitige Interesse an der Zusammenarbeit betont. «Wir schätzen die seit Jahrzehnten gewachsene Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften.»

Dies sagte der in den Medien allseits präsente SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Sollte es zum Abzug eines Teils der US-Truppen kommen, nehmen wir dies zur Kenntnis", sagte der Saarländer zudem. Die Zusammenarbeit sei aber im Interesse der beiden Länder, hiess es weiter. Zum Verhältnis zwischen Deutschland und den USA sagte Maas: "Wir sind enge Partner im transatlantischen Bündnis. Aber: Es ist kompliziert."

US-Präsident Donald Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland. Das "Wall Street Journal" hatte am Freitag unter Bezug auf ungenannte US-Regierungsvertreter berichtet, Trump habe das Pentagon angewiesen, die Präsenz in Deutschland von derzeit 34'500 Soldaten um 9500 zu reduzieren. Ausserdem solle eine Obergrenze von 25'000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten.

Kritik an Trump

Auch "Der Spiegel" berichtete unter Bezug auf eigene Informationen über eine geplante Reduzierung der US-Truppenpräsenz in Deutschland. Das Weisse Haus bestätigte entsprechende Abzugspläne Trumps nicht.

Maas kritisierte erneut Trumps Reaktion auf die Unruhen nach dem Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz. "Ich halte es für den falschen Weg, in einer sehr angespannten Lage mit weiterer Gewalt zu drohen", sagte er. Maas äusserte zudem die Befürchtung, dass der Wahlkampf die USA noch stärker polarisiere.

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