Attentäter Brenton Tarrant (28) hatte während des Freitagsgebets in der Linwood-Moschee sieben Menschen getötet, als sich Abdul Aziz, der Schüsse gehört hatte, ihm in den Weg stellte. In der Hand hatte er eine Kreditkarten-Maschine, das erstbeste, was er hatte finden können. Dann rannte Aziz hinaus, schreiend: "Come here!"

Es begann eine Verfolgungsjagd, die Schlimmeres verhinderte und Tarrant davon abbrachte, weitere Menschen in der Moschee zu töten.

Aziz lockte Tarrant auf den Parkplatz, versteckte sich zwischen zwei Autos. Als Tarrant zurück bei seinem Auto war, griff Aziz eine Waffe des Täters, die am Boden lag. Sie war zwar leer, Aziz warf sie aber auf die Windschutzscheibe des Autos. "Das hat ihn wohl erschreckt", sagte er im Interview mit der "Dailymail". Tarrant flüchtete daraufhin. 

Abdul Aziz erzählt, wie er sich dem Christchurch-Attentäter in den Weg stellte:

Tarrant hat in zwei Moscheen insgesamt 50 Menschen getötet. Die neuseeländische Polizei geht mittlerweile davon aus, dass er ein Einzeltäter ist. Die anderen vier Verhaftungen stünden nicht mit der Terror-Attacke in Verbindung, teilte die Polizei mit. 

Tarrant wurde wenig später von zwei Dorfpolizisten gestoppt. Diese waren auf das Auto des Attentäters aufmerksam geworden, weil eine Scheibe eingeschlagen war. Dies hatte ein anderer Moschee-Besucher getan. 

Der Moschee-Besucher Alabi Lateef erzählte der Nachrichtenwebsite "Stuff" am Sonntag, dass er beim Beten in der Moschee in Linwood durch Schüsse vor dem Gebetshaus auf den Attentäter aufmerksam geworden sei. Er habe den versammelten Gläubigen gesagt, sie sollten sich ducken und dann mit einem Glaubensbruder beschlossen, in einer Feuerpause etwas gegen den Angreifer zu unternehmen.

Dann hätten sie beobachtet, dass der Attentäter Brenton Tarrant ein leer geschossenes Sturmgewehr vor der Moschee auf den Boden geworfen habe und zu seinem Auto zurückgegangen sei, sagte Lateef laut "Stuff". Lateefs Mitstreiter habe daraufhin das nicht mehr geladene Sturmgewehr genommen und damit die Heckscheibe von Tarrants Wagen eingeschlagen. Danach sei er weggelaufen.

Lateef sagte "Stuff", er sei "sehr traurig" über die Bluttat. Neuseeland sei "ein friedliches Land" und er habe "nie gedacht, dass so etwas in Neuseeland passieren könnte. Niemals". (pz/sda)