USA

Ex-Starbucks-Chef Schultz: Doch keine Präsidentschaftskandidatur

Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz tritt nun doch nicht bei der US-Präsidentschaftswahl als unabhängiger Kandidat gegen Amtsinhaber Donald Trump an. (Archivbild)

Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz tritt nun doch nicht bei der US-Präsidentschaftswahl als unabhängiger Kandidat gegen Amtsinhaber Donald Trump an. (Archivbild)

Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz will nun doch nicht bei der US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr als unabhängiger Kandidat gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten. Das teilte er in einem am Freitag auf seiner Internetseite veröffentlichten Brief mit.

Zur Begründung schrieb der 66-Jährige unter anderem: "Heute sind nicht genügend Menschen dazu bereit, einen unabhängigen Kandidaten zu unterstützen, weil sie befürchten, dass das zur Wiederwahl eines einzigartig gefährlichen amtierenden Präsidenten führen könnte."

Schultz spielte darauf an, dass seine Kandidatur als Unabhängiger den Kandidaten der oppositionellen Demokraten Stimmen kosten könnte, was wiederum Trump zugute käme. Der Ex-Chef der Kaffeehauskette hatte im Januar in der "New York Times" verkündet, er erwäge, bei der Wahl 2020 anzutreten. Offiziell als Kandidat registriert war er bislang nicht.

Trump hatte damals mit Spott auf die Ankündigung regiert und Schultz unterstellt, dieser habe nicht den Mut zu kandidieren.

Besorgt wegen Spaltung der Gesellschaft

In dem Schreiben vom Freitag warf Schultz sowohl Trumps Republikanern als auch den Demokraten vor, das Wohl ihrer Partei über das des Landes zu stellen und zur Spaltung der Gesellschaft beizutragen.

Er teile aber die Sorge, dass eine Wiederwahl Trumps eine grössere Gefahr für die Demokratie darstelle "als weitere vier Jahre politischer Störungen". Die Demokraten rief Schultz dazu auf, einen moderaten und nicht einen der linken Bewerber um die Kandidatur zu nominieren.

Schultz teilte mit, auch eine Rückenverletzung habe dazu beigetragen, seine Erwägungen über eine Kandidatur zu beenden. Er glaube aber immer noch an die Notwendigkeit, dass das Zweiparteiensystem reformiert werden müsse.

Mit dem für seinen Wahlkampf geplanten Geld werde er nun stattdessen Menschen und Organisationen unterstützen, die sich für Ehrlichkeit und Anstand in der Politik einsetzten.

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