Drogenkrise

Fast 37'000 Heroin-Tote – Donald Trump will Gesundheitsnotstand ausrufen

Das ist die Dimension hinter dem Heroinhandel: Drogenkonsum und Abhängigkeit. Die USA kämpfen derzeit mit einer gravierenden Heroin- und Opioidkrise. (Themenbild).

Das ist die Dimension hinter dem Heroinhandel: Drogenkonsum und Abhängigkeit. Die USA kämpfen derzeit mit einer gravierenden Heroin- und Opioidkrise. (Themenbild).

US-Präsident Donald Trump will angesichts einer gravierenden Heroin- und Opioidkrise in den Vereinigten Staaten einen Gesundheitsnotstand ausrufen. Trump will den amtierenden Gesundheitsminister Eric Hargan anweisen, eine entsprechende Erklärung zu verabschieden.

Mit diesem Schritt sollen schneller Gelder aus bestehenden Töpfen zur Bekämpfung der Krise fliessen können, wie ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, am Donnerstag sagte. Trump wollte am Donnerstagnachmittag (14.00 Uhr Ortszeit/20.00 Uhr MESZ) zu dem Thema sprechen.

In den USA sterben nach nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC jeden Tag im Schnitt 91 Menschen an einer Opioid-Überdosis, was aufs Jahr hochgerechnet fast 37'000 Todesfälle macht. Neben Heroin gehören dazu auch Mittel, die als Medikamente eingesetzt werden.

Im Jahr 2015 gab es insgesamt rund 52'000 Drogentote, 33'000 von ihnen hatten Opioide genommen. Nach vorläufigen Angaben stiegen die Zahlen 2016 weiter an.

Viele Abhängige in den USA sind über verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycodon in die Heroinsucht gerutscht. Seit den 1990er Jahren wurden die Medikamente in den USA sehr freizügig verschrieben. Studien hatten Hinweise geliefert, dass die Suchtgefahr gar nicht so gross sei. Das ist inzwischen widerlegt.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1