Todesfälle

Gestorbene Babys in deutscher Kinderklinik werden obduziert

Zufahrt zur Kinderklinik in Siegen

Zufahrt zur Kinderklinik in Siegen

Rätsel um tote Frühgeborene: Drei Babys sind innerhalb von zwei Tagen in einer Kinderklinik im nordrhein-westfälischen Siegen gestorben. Die Staatsanwaltschaft ordnete für zwei der drei Leichen für Sonntag eine Obduktion an.

Das dritte Baby ist bereits bestattet worden. Bei den toten Kindern handelt es sich um sogenannte Frühchen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Die Klinik sprach von einer "auffälligen Häufung von Todesfällen". Deren Angaben zufolge gab es bei allen drei Frühgeborenen "unterschiedliche Grunderkrankungen, aber unter einem ähnlich fulminant verlaufenden Krankheitsbild".

Aufklärung der Todesfälle

Die Todesursache bei den Frühgeborenen sei derzeit noch unklar, sagte Oberstaatsanwalt Johannes Daheim am Sonntag. Obduktionsergebnisse sowie die Resultate weiterer medizinischer Untersuchungen würden voraussichtlich erst in den nächsten Tagen vorliegen. Die drei Frühgeborenen starben Ende August und Anfang September.

"Wir sind geschockt von den Fällen", sagte die Verwaltungsleiterin der Klinik, Stefanie Wied. Man habe die Behörden informiert, um "im Interesse aller Beteiligten zu einer raschen, vollumfänglichen Aufklärung der Todesfälle beizutragen".

Im August 2010 waren in der Mainzer Uniklinik drei Babys gestorben, nachdem sie eine verunreinigte Nährlösung bekommen hatten. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen später ein, da kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten festgestellt wurde.

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