Der Aktivist war im Januar 2018 im Zusammenhang mit den vor drei Jahren gestarteten "Regenschirm-Protesten" zu drei Monaten Haft verurteilt worden, kam aber Tage später auf Kaution wieder frei, um in Berufung gehen zu können. Statt drei Monate reduzierte das Gericht das Strafmass nun auf zwei Monate.

Seit der "Regenschirm-Bewegung" 2014, als von Wong angeführte Demonstranten mehr Demokratie gefordert und die Hafenstadt wochenlang teilweise lahmgelegt hatten, fährt die Führung in Peking einen härteren Kurs und mischt sich stärker in Hongkongs Angelegenheiten ein.

Erst im April waren zwei andere prominente Anführer der Proteste zu Haftstrafen von 16 Monaten verurteilt worden. Wong war bereits im August 2017 in einem separaten Verfahren zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, kam aber gegen Kaution wieder frei.