Pakistan habe immer noch keine "glaubwürdigen" Massnahmen gegen "Terrorgruppen" ergriffen, die "ungestraft" von Pakistan aus operieren könnten.

Der Konflikt zwischen den atomar bewaffneten Erzrivalen Indien und Pakistan war zuletzt gefährlich eskaliert. Im Februar waren bei einem Anschlag im indischen Teil der umstrittenen Kaschmir-Region 40 indische Sicherheitskräfte getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed (JeM). Die indische Armee flog daraufhin Luftangriffe auf ein JeM-Lager in Pakistan.

Auch Pakistan setzte in der vergangenen Woche seine Luftwaffe ein. Beide Länder gaben an, bei einer militärischen Konfrontation über Kaschmir Kampfflugzeuge des jeweils anderen Staates abgeschossen zu haben. Ein indischer Pilot wurde gefangengenommen, nach zwei Tagen aber wieder freigelassen. Bei Kämpfen an der inoffiziellen Grenze in Kaschmir gab es Tote und Verletzte.

Am Donnerstag hatte Pakistan die Festnahme von mehr als hundert mutmasslichen Islamisten bekanntgegeben, darunter auch JeM-Kämpfer. Kurz zuvor hatte Aussenminister Shah Mehmood Qureshi noch bestritten, dass sich die Gruppe zu dem Anschlag in Pakistan bekannt habe. Dazu sagte der indische Aussenamtssprecher, die "weitverbreitete Präsenz von Terrorcamps" in Pakistan sei im In- und Ausland "öffentlich bekannt".