Irland

Irlands Regierungschef legt EU-Handelskommissar Rücktritt nahe

Der irische Premierminister Micheal Martin (Bild) fordert EU-Handelskommissar Phil Hogan auf, nach einem politischen Fehltritt zurückzutreten. (Archivbild)

Der irische Premierminister Micheal Martin (Bild) fordert EU-Handelskommissar Phil Hogan auf, nach einem politischen Fehltritt zurückzutreten. (Archivbild)

Irlands Ministerpräsident Micheal Martin legt EU-Handelskommissar Phil Hogan nach einem Verstoss gegen Corona-Regeln den Rücktritt nahe.

Martin und sein Stellvertreter hätten mit Hogan gesprochen und hätten ihn gebeten, seine Position zu überdenken, sagte eine Regierungssprecherin am Samstagabend. Sie seien der Auffassung, dass die Entschuldigung Hogans nach dem Fehltritt zu spät gekommen sei und er sich ausserdem noch vollständig erklären müsse. Bei Hogans Büro war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Hogan hatte eine Veranstaltung besucht, bei der die Polizei Verstösse gegen Corona-Regeln prüft. Hogan habe an dem Event in seiner irischen Heimat im "gutem Glauben" teilgenommen, dass die Organisatoren und das Hotel die nötigen Vorkehrungen im Sinne der Auflagen im Kampf gegen Covid-19 getroffen hätten, sagte eine EU-Kommissionssprecherin am Freitag in Brüssel. Zuvor war der irische Landwirtschaftsminister Dara Calleary zurückgetreten, weil er die selbe Veranstaltung mit mehr als 80 Personen besucht hatte.

Irlands erst vor kurzem verschärfte Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie gehören zu den striktesten in ganz Europa. Demnach sind Treffen in geschlossenen Räumen nur noch für bis zu sechs Personen erlaubt. Beim Abendessen der parlamentarischen Golfgesellschaft nahmen mehr als 80 Gäste in einem Hotel teil.

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