Die beiden langjährigen Widersacher im ostafrikanischen Krisenland hatten sich zwei Tage lang in der Hauptstadt Juba getroffen. Sie hätten dabei offene Fragen des zuvor unterschriebenen Friedensabkommens geklärt, darunter etwa, wie viele Staaten es künftig geben solle.

Vor einem Jahr hatten die Widersacher nach knapp fünf Jahren Bürgerkrieg einen Friedensvertrag unterzeichnet. Die Frist für die Umsetzung des Abkommens war zunächst Mai, wurde aber auf November verschoben. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Machar wieder zum Vizepräsidenten ernannt wird.

Ob das Abkommen erfolgreich umgesetzt wird und es einen friedlichen Übergang zu einer Einheitsregierung gibt, muss sich allerdings zeigen. Die Widersacher hatten schon einmal 2015 einen Friedensvertrag unterzeichnet, der später aber scheiterte.

Der Südsudan erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan, doch nur zwei Jahre später brach ein Bürgerkrieg zwischen Kiirs Anhängern und denen seines damaligen Vizes Machar aus. Seitdem sind Zehntausende Menschen getötet worden und nach Uno-Angaben mehr als vier Millionen Menschen - etwa ein Drittel der Bevölkerung - geflohen.